Report
Truck-Race Zolder 2012
Heiße Race-Trucks im wörtlichsten Sinne waren beim Rennen im belgischen Zolder geboten
War das die Kleinigkeit, welche am Ende die Saison entscheiden wird? Im vergangenen Jahr verbuchte Antonio Albacete in Zolder ein gutes Ergebnis, das ihn wieder zurück in den Titelkampf brachte. In diesem Jahr könnte der Termin auf der belgischen Rennstrecke für Titelverteidiger Jochen Hahn die entscheidende Wende im Titelkampf gewesen sein. Denn Albacete, der mit nur einem Punkt Rückstand auf den amtierenden Champion zum neunten Wochenende dieser Saison angereist war, musste das erste Championshiprennen bereits in der ersten Runde aufgeben. Ein technischer Defekt am Kühlsystem hatte den Spanier außer Gefecht gesetzt, frustiert lenkte der Madrilene seinen MAN zurück in das Paddock. Jochen Hahn, der sich zuvor die Pole Position gesichert hatte, machte daraus das Beste: Er donnerte nach zwölf Runden als Sieger über den Zielstrich, stockte damit sein Konto in der Gesamtwertung um weitere 20 Punkte auf – während der hartnäckige Verfolger eine Nullrunde verbuchen und zudem im zweiten Lauf das Feld von hinten aufrollen musste.
Aus Jochens Sicht war es daher durchaus zu verschmerzen, dass der Fahrer des Cepsa-MAN am Sonntag im Qualifying Superpole die Bestzeit markierte – mit einer Tausendstel Sekunde Vorsprung! – und danach das Rennen drei gewann. Auch ein anderer hatte in Zolder Grund zum Jubeln: Mario Kress, Chef des MKR-Rennstalls, der am Sonntag Geburtstag feierte, durfte sich über die Siege von Markus Bösiger und Adam Lacko in den Rennen zwei und vier freuen. Zolder war also auch für die Renaults ein gutes Wochenende.
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