Das Duell zwischen den Verkehrsträgern LKW und Bahn geht in die nächste Runde. Der Verband der Automobilindustrie VDA hat eine Vergleichsrechnung zu den Treibhausgasemissionen zwischen LKW und Bahn veröffentlicht.
Kernaussage der Studie, die vom Beratungshaus PE International durchgeführt wurde: Die Treibhausgas-Bilanz eines LKW ist nicht generell schlechter als die eines Gütertransportes per Eisenbahn. „Man muss von Fall zu Fall entscheiden, was die bessere Lösung ist“, so der VDA. Pauschale Aussagen, dass der LKW zwei- bis fünffach höhere Treibhausgasemissionen verursacht, halten die Studienmacher für nicht richtig und wollen dies mit ihren Berechnungen belegen.
In der Kritik steht vor allem das CO2-Berchnungstool Ecotransit, entwickelt von der Deutschen Bahn zusammen mit dem IFEU- und dem Öko-Institut. Hier würden Dieselverbrauchswerte für einen vollbeladenen 40-Tonnen-LKW von 46 Litern pro 100 Kilometern angenommen. Insbesondere diese Annahmen halten die Studienmacher für falsch. Sie gehen eher von 30 Litern je 100 Kilometer aus.
Kritisiert werden außerdem die nach Meinung der Studienautoren zu hohen Leerfahrtenanteile, die bei Ecotransit für den LKW angenommen würden. Der VDA wünscht sich deshalb, dass die neuen Ergebnisse der PE-Studie beim Ecotransit Berücksichtigung finden. (ah)
Streit um CO2-Ausstoß von LKW
14.07.2010 10:50 Uhr
Das Duell zwischen den Verkehrsträgern LKW und Bahn geht in die nächste Runde.