Täglich 4000 Kilometer Stau auf deutschen Autobahnen

2017 bildeten sich in Deutschland insgesamt 723.000 Staus
© Foto: Rolf Vennenbernd/dpa/picture-alliance

Der ADAC hat seine Staustatistik für das vergangene Jahr vorgelegt. Die meisten Behinderungen gab es auch 2017 wieder in Nordrhein-Westfalen.


Datum:
23.01.2018
Autor:
Stefanie Nonnenmann

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München. Verkehrsteilnehmer mussten im vergangenen Jahr auf den deutschen Autobahnen häufiger und länger im Stau stehen als in den Jahren zuvor. In seiner aktuellen Staubilanz für 2017 zählt der ADAC rund 723.000 Staus, das sind etwa vier Prozent mehr als 2016. Auch bei den Staukilometern gab es erneut einen Zuwachs: Sie summierten sich auf eine Gesamtlänge von 1.448.000 – ein Plus von fünf Prozent. Im Schnitt bildete sich damit jeden Tag eine Blechlawine von knapp 4000 Kilometern. Die Zeit, die die Verkehrsteilnehmer im Stau verbrachten, stieg auf 457.000 Stunden, neun Prozent mehr als im Vorjahr. Ursachen für die Zunahme sind die weiter gestiegene Fahrleistung – sie nahm nach Angaben der Bundesanstalt für das Straßenwesen (BASt) gegenüber 2016 um 1,3 Prozent zu – sowie die anhaltend rege Bautätigkeit.

München. Verkehrsteilnehmer mussten im vergangenen Jahr auf den deutschen Autobahnen häufiger und länger im Stau stehen als in den Jahren zuvor. In seiner aktuellen Staubilanz für 2017 zählt der ADAC rund 723.000 Staus, das sind etwa vier Prozent mehr als 2016. Auch bei den Staukilometern gab es erneut einen Zuwachs: Sie summierten sich auf eine Gesamtlänge von 1.448.000 – ein Plus von fünf Prozent. Im Schnitt bildete sich damit jeden Tag eine Blechlawine von knapp 4000 Kilometern. Die Zeit, die die Verkehrsteilnehmer im Stau verbrachten, stieg auf 457.000 Stunden, neun Prozent mehr als im Vorjahr. Ursachen für die Zunahme sind die weiter gestiegene Fahrleistung – sie nahm nach Angaben der Bundesanstalt für das Straßenwesen (BASt) gegenüber 2016 um 1,3 Prozent zu – sowie die anhaltend rege Bautätigkeit.

NRW, Bayern und Baden-Württemberg an der Spitze

Wie in den Vorjahren entfielen auf die Bundesländer Nordrhein-Westfalen (35 Prozent), Bayern (18 Prozent) und Baden-Württemberg (11 Prozent) etwa zwei Drittel aller Staus. Die Summe der Staukilometer stieg in Nordrhein-Westfalen um 17 Prozent auf rund 455.000, in Bayern war ein Rückgang von vier Prozent auf etwa 283.000 Kilometer zu verzeichnen. Gemessen an der Länge des Autobahnnetzes sind die Stadtstaaten Hamburg und Berlin erwartungsgemäß Stau-Spitzenreiter, bei den Flächenstaaten rangieren aber Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Hessen auf den vorderen Plätzen.

Viele Behinderungen auf der A 3

Von den überregional bedeutsamen Fernautobahnen war wie in den Vorjahren die A 3 die schlimmste Staustrecke. Hier wurden 208 Kilometer Stau je Autobahnkilometer gemessen. Platz zwei belegt die A 5 mit 180 Kilometer vor der A 8 (177 Kilometer). Der mit Abstand am meisten von Stau betroffene Streckenabschnitt war die A 3, Passau – Linz. Ursache dafür waren die Kontrollen der Grenzbehörden bei der Einreise von Österreich nach Deutschland. Während die Kontrollen an anderen österreichisch-bayerischen Grenzübergängen zu Staus auf österreichischem Staatsgebiet führten, finden die Kontrollen an der A 3 auf deutschem Gebiet statt und verursachen dabei regelmäßig Rückstaus. Weitere Top-Stauabschnitte sind die A 3, Oberhausen – Köln sowie die A 8 Stuttgart – Karlsruhe.

Die meisten Staus am 24. Mai

Der staureichste Tag des Jahres 2017 war der 24. Mai (Mittwoch). Am Tag vor Christi Himmelfahrt staute sich der Verkehr auf insgesamt 10.000 Kilometer. Der im Schnitt stauträchtigste Wochentag war 2017 der Donnerstag mit knapp 5400 Kilometer Stau. Nur unwesentlich kürzer waren die Schlangen am Freitag und am Mittwoch. Deutlich weniger Staus waren an Wochenenden zu verzeichnen: am Samstag im Mittel 1650 Kilometer und am Sonntag 1600 Kilometer.

Die längsten Staus bildeten sich im Juni (147.306 Kilometer) und im September (143.485 Kilometer). Im Urlaubsmonat August waren es vergleichsweise geringe 110.572 Kilometer. Die wenigsten Staus gab es in den Monaten Januar, Februar und Dezember. Hier waren viele Baustellen beendet oder unterbrochen. (sno)

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