Mit 70 noch am Lenkrad?

Immer aelter sind die deutschen Arbeitnehmer - das trifft auch auf LKW-Fahrer zu. (Foto: Daimler AG)

Die Menschen in Deutschland werden immer älter – und arbeiten immer länger.


Datum:
01.08.2011
Autor:
Redaktion TRUCKER

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Die Menschen in Deutschland werden immer älter, bleiben gesünder und arbeiten immer länger. Einen ausführlichen Bericht dazu lieferte jetzt das Statistische Bundesamt (Destatis).


  2009 lebten in Deutschland ca. 82 Millionen Menschen. Unter ihnen waren rund 17 Millionen mindestens 65 Jahre alt (57 % Frauen, 43 % Männer). Jeder fünfte war also schon im Rentenalter. Von den Bürgern ab 65 Jahren hatten nur 4 % eine ausländische Staatsangehörigkeit. In Ostdeutschland lag die Zahl der Seniorinnen und Senioren deutlich höher als in Westdeutschland. Die meisten Rentner lebten in Sachsen.

Im vorletzten Jahrhundert (1871/1881) hatte ein 60-jähriger Mann  noch ungefähr 12,1 Jahre zu leben – 2009 waren das schon weitere 21 Jahre. Die Lebenserwartung von 60-jährigen Frauen lag 1871 noch bei weiteren 12,7 Jahren; 2007/09 durfte sich eine 60-Jährige schon auf weitere 24,8 Jahre freuen.


    Gesundheitliche Situation

Ältere Menschen in Deutschland fühlten sich noch nie so gesund wie heute, drei Viertel beurteilen ihren Gesundheitszustand als "gut". Schlecht: 71 % der Männer und 58 % der Frauen ab 60 Jahren sind übergewichtig. Gut: Von den über 65-Jährigen rauchen nur – gelegentlich - 9,1 % der Befragten.

  Von allen, die 2009 stationär im Krankhaus waren, waren 43 % über 65 Jahre alt. Am häufigsten mussten die Deutschen wegen Krankheiten des Kreislaufsystems ins Krankenhaus, gefolgt von Verletzungen und Vergiftungen, Krankheiten des Muskel-Skelett-Systems (z.B. Arthrose) und Krebs.

    Erwerbstätigkeit

  In keiner anderen Altersgruppe stieg die Erwerbsbeteiligung in den letzten Jahren so stark wie bei den 55- bis 64-Jährigen. Zwischen 2002 und 2009 stieg die Quote deutlich auf 56 %, im Jahr 2000 lag sie noch bei 37 %. Die Gründe,  so vermutet das Amt, dürften in den geänderten gesetzlichen Rahmenbedingungen liegen, die es erschweren, sich früher verrenten zu lassen. Frauen zwischen 55 und 64 sind seltener erwerbstätig als Männer, doch der Abstand verringert sich immer mehr. Nach dem 65. bis zum 74. Geburtstag waren 2009 immerhin noch 6 %  der Bevölkerung erwerbstätig, älter als 75 waren 1 % der Erwerbstätigen, so das Statistische Bundesamt.

  Im Jahr 2000 hatten sich die EU-Staaten darauf geeinigt, mehrältere Arbeitnehmer beschäftigen zu wollen. Bis 2010 sollten mindestens die Hälfte der 55- bis 64-Jährigen erwerbstätig sein. Deutschland hat die Quote erfüllt und steht unter 27 Ländern an fünfter Stelle. Vorreiter ist Schweden: Hier waren 2009 70 % der 55- bis 64-Jährigen erwerbstätig . (SK)

    Quelle:  „Ältere Menschen in Deutschland und der EU“, Statistisches Bundesamt,  www.destatis.de

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