Daimler bringt E-Freightliner auf den US-Markt

Daimler präsentiert für den US-Markt die neuen Elektro-Lkw Freightliner ECascadia und Freightliner EM2
© Foto: Daimler

Daimlers US-Marke Freightliner bringt zwei eigene Elektro-Lastwagen auf den Markt. Wie schon den EActros dürfen sie zunächst nur ein paar ausgewählte US-Kunden fahren.


Datum:
07.06.2018
Autor:
Julia Thomsen

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Portland/Stuttgart. Der Lkw-Hersteller Daimler geht nun auch bei seiner US-Marke Freightliner mit zwei komplett elektrischen Lkw auf den Markt. Zunächst sollen allerdings nur 30 Fahrzeuge in einer Art Pilotphase an Kunden ausgeliefert werden, wie der Konzern am Mittwoch bei einer Investorenveranstaltung in Portland im US-Bundesstaat Oregon mitteilte. Der Beginn der Serienfertigung ist, genau wie beim Mercedes-Benz-Modell EActros, für 2021 geplant. Zudem führt Daimler das Thema Elektromobilität bei seinen Lkw und Bussen mit Elektromobilität markenübergreifend unter einem Dach zusammen.

Bis zu 400 Kilometer Reichweite

Die ersten 30 Freightliner-E-Lkw sollen im Laufe dieses Jahres als „Innovationsflotte“ an Kunden übergeben werden. Man verfolge damit das Ziel, gemeinsam weitere Erkenntnisse zu gewinnen, wie sich Elektro-Lkw im Alltag möglichst effizient einsetzen ließen, hieß es. Der schwere ECascadia soll eine Reichweite von bis zu 400 Kilometern haben, der leichtere EM2 soll bis zu 370 Kilometer schaffen.

US-Konkurrent Tesla hatte vergangenes Jahr einen 40-Tonner mit bis zu 800 Kilometern Reichweite angekündigt. Schon bei der Vorstellung des EActros im Februar hatte sich Daimlers Truck-Chef Martin Daum skeptisch gezeigt, ob das machbar ist. Auch der EActros wird zunächst von ausgewählten Kunden auf Alltagstauglichkeit getestet, bevor er in Serie geht. Beim kleinen ECanter der Marke Fuso ist Daimler schon einen Schritt weiter: ihn gibt es zumindest in Kleinserie.

Mit der Zusammenführung der einzelnen Elektro-Abteilungen der verschiedenen Marken unter der neuen Einheit „ E-Mobility Group“ folgt der Konzern dem Vorbild bei den konventionell angetriebenen Lkw. Auch dort wird alles, was gemeinschaftlich entwickelt und genutzt werden kann und nicht markenprägend ist, zentral koordiniert. (dpa/jt)

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