ETF MT 240: Die Revolution des Muldenkippers

Mit fünf Achsen bringt es der MT 240 auf satte 218 Tonnen
© Foto: ETF Mining Trucks

Nicht nur optisch unterscheidet sich der MT 240 von den heutigen Dumpern. Gerade deshalb soll er alles besser können und ist "Made in Germany".


Datum:
26.04.2015
Autor:
Jan Burgdorf

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Auf den ersten Blick könnte man meinen, bei diesem Koloss handele es sich um die neueste NASA-Entwicklung für die Besiedelung des Mars. Doch der so genannte MT 240 ist für ganz irdische Einsätze gedacht.

Genauer gesagt soll er in den Tagebaugruben der Welt bald das bestehende Muldenkipper-Konzept revolutionieren. Davon träumt jedenfalls der Hersteller ETF (European Truck Factory), der seinen Hauptsitz übrigens im niedersächsischen Nordhorn hat. Der 21,4 Meter lange, 7,6 Meter breite und knapp sieben Meter hohe MT 240 verfügt über mindestens fünf vierfach bereifte Achsen, von denen vier lenkbar sind. Daraus ergibt sich laut Hersteller ein Wendekreis von "nur" 29 Metern. Eine imposantere achtachsige Version, die bereits in Planung ist, benötigt knapp neun Meter mehr fürs Wenden.

SCHNELLER SERVICE DANK MODULARER BAUWEISE

Vorteile gegenüber herkömmlichen Dumpern soll auch das Antriebskonzept des MT bieten. Per Allradantrieb bringen alle 20 Räder die Motorleistung von insgesamt 2574 PS auf die Straße. Und das dank spezieller Pendelachsen auch in schwierigem Gelände.

Und da so ein Koloss in der Grube stets rollen muss, um sich bezahlt zu machen, setzt ETF auf eine modulare Bauweise. Durch die sollen sich im Falle eines Falles die vier Antriebseinheiten, die Reifen sowie die Fahrerkabine per Gabelstapler in nur 15 Minuten austauschen lassen. Für den Wechsel einer Achsgruppe veranschlagt der Hersteller lediglich weitere zehn Minuten.

Und die Zukunftsvisionen von ETF gehen noch weiter. Über eine elektronische Deichsel ließen sich mehrere der Minen-Trucks hintereinander koppeln und von nur einem Fahrer durch die Grube steuern. Dank drehbar ausgeführter Kippbrücken könnten die so in Reihe geschalteten Giganten ihre Fracht seitlich entladen. Bis zu 3600 Tonnen Gestein oder Abraum ließen sich auf diese Weise transportieren.

Noch existiert der MT lediglich als Computeranimation. Das Unternehmen hat aber tatsächlich bereits mit dem Bau der ersten Exemplare begonnen. Diese werden allerdings weit weg in einer Tagebaugrube in Brasilien eingesetzt.

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