Gemeinschaftsprodukt für die Baustelle: Liebherr und Designwerk fertigen elektrische Betonfahrmischer

Gemeinschaftprodukt auf fünf Achsen: Vollelektrischer Betonfahrmischer aus der Schweiz
© Foto: Liebherr

Elektrisch mischen, mit Strom fahren: Zwei vollelektrische Fahrmischer mit zehn respektive zwölf Kubikmeter-Trommel, jeweils auf Fünf-Achs-Fahrgestellen, wurden gemeinsam von Liebherr und Designwerk entwickelt


Datum:
30.03.2020
Autor:
Gerfried Vogt-Möbs
Lesezeit: 
2 min

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Zwei vollelektrische Fahrmischer mit zehn respektive zwölf Kubikmeter-Trommel, jeweils auf Fünf-Achs-Fahrgestellen, wurden gemeinschaftlich von Liebherr und Designwerk entwickelt. Ab Herbst 2020 sind erste Einsätze bei Kunden geplant – beide in der Schweiz bei Holcim und KIBAG.  

Das Chassis von ETM 1005 und 1205 liefert die Designwerk-Marke Futuricum, der Trommelantrieb ist eine Kooperation von Liebherr und ZF. Die erstmals gemeinsam von Lkw und Fahrmischer-Aufbau zusammen genutzte Traktionsbatterie spart laut Pressemitteilung kostspielige Komponenten bei der Leistungselektronik.

Zwei Batteriepacks, keine Hydraulik

Das Futuricum-Chassis basiert auf der FM-Baureihe von Volvo Trucks. Der 500 kW-Elektroantrieb ist laut Hersteller gut auf das Gewicht des Betons in der Trommel abgestimmt. Der Trommelantrieb besteht aus einer Einheit, die einen weiteren Elektromotor mit einem Mischergetriebe vereint und laut Liebherr keine Hydraulik mehr erfordert. Der Aufbau verfügt laut Hersteller über geringes Eigengewicht bei optimiertem Transportvolumen. Bislang existieren noch keine Angaben zur Batterie. Bekannt ist nur, dass sie aus  zwei Batteriepacks besteht, wie bereits andere Futuricum-Lkws, die eine ähnliche Batteriekonfiguration aufweisen könnten: Für die Abfallwirtschaft wurde der Futuricum Collect 26E entwickelt, der ebenfalls einen 500 kW-Motor besitzt und ebenfalls auf die Volvo-FM-Baureihe zurückgeht – ihn speisen zwei Batterien à 170 kWh.

Der Einsatzbereich dieser Fahrzeuge prädestiniere solche Fahrmischer gerade zum Elektrifizieren, erklärten beide Projekt-Initiatoren, denn die Wege vom Betonwerk zur Baustelle seien im Vergleich zum üblichen Güterverkehr um ein Vielfaches kürzer. Eine Ladestelle im Betonwerk, wohin die Fahrzeuge stets zurückkehrten, reiche und könne so vorwiegen zu Ladung über Nacht genutzt werden. In einem Praxistest bei den Schweizer Firmen Holcim und KIBAG sollen die Fahrzeuge nun ausgiebigen Tests unterzogen werden. Das Fahrzeugkonzept ist Liebherr zufolge perfekt für die Schweiz geeignet, da dort 40-Tonner auf fünf Achsen fahren dürfen.

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