ADAC fordert Ende der Kannibalisierung

Durch LKW-Maut werden Haushaltsmittel gekürzt (Foto: Theo Heimann/ dapd)

Die Investitionen in die Bundesfernstraßen sollen laut Bundesverkehrsministerium auch 2012 mit fünf Milliarden Euro auf niedrigem Niveau bleiben.


Datum:
12.09.2011
Autor:
Redaktion TRUCKER

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Die Investitionen in die Bundesfernstraßen sollen laut Bundesverkehrsministerium auch 2012 mit fünf Milliarden Euro auf niedrigem Niveau bleiben. Ab 2013 sollen sie weiter auf 4,8 Milliarden pro Jahr sinken. Und das, obwohl die Autofahrerabgaben rund 53 Milliarden Euro jährlich in den Bundeshaushalt spülen.

Nach Ansicht des ADAC handelt der Bund verantwortungslos, wenn er die Mittel für wichtige Fernstraßen immer weiter reduziert. Die Folgen bekommen vor allem die Autofahrer zu spüren, die tagtäglich im Stau stehen und unter Schlaglochpisten leiden müssen.

Die streckenbezogene LKW-Maut führt trotz stetig steigender Einnahmen zu keiner Erhöhung der Investitionen in die Verkehrsinfrastruktur. Denn: Die aus der Maut erzielten Einnahmen werden in gleicher Höhe aus dem Haushalt gestrichen – ein Nullsummenspiel. Der ADAC fordert deshalb, diese Kannibalisierung der Mittel sofort zu beenden.

Etikettenschwindel wird laut ADAC auch an anderer Stelle betrieben: Von den 4,5 Milliarden Euro an LKW-Mauteinnahmen werden mindestens 700 Millionen Euro für Erhebungskosten fällig. Diese Summe entspricht in etwa 70 km Autobahnausbau, wie beispielsweise auf der staubelasteten A3  zwischen Würzburg und Erlangen. Steuermittel hingegen fließen praktisch ohne Erhebungskosten.

Die von Verkehrsminister Peter Ramsauer auch heute wieder ins Spiel gebrachte Pkw-Maut würde die deutschen Autofahrer weiter zusätzlich belasten und hätte durch Verkehrsverlagerungen eine spürbare Beeinträchtigung der Verkehrssicherheit zur Folge. (Quelle: ADAC; vb)

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