Comeback der alten Kfz-Kennzeichen?

Viele Deutsche wünschen sich die alten Kennzeichen zurück (Foto:Timur Emek/ddp)

Der erste Schritt für eine Rückkehr zu den alten Kfz-Kennzeichen ist getan.


Datum:
08.04.2011
Autor:
Redaktion TRUCKER

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Der erste Schritt für eine Rückkehr zu den alten Kfz-Kennzeichen ist getan. Die Verkehrsministerkonferenz stimmte am Mittwoch mehrheitlich für einen Vorschlag Sachsens und Thüringens zur Wahlfreiheit bei den Kennzeichen, wie der sächsische Verkehrsminister Sven Morlok (FDP) erklärte. Demnach sollen Autofahrer selbst entscheiden können, ob sie die neuen oder die vor der Kreisgebietsreform verwendeten Kennzeichen nutzen wollen. Der Bund muss allerdings noch die Fahrzeug-Zulassungsverordnung entsprechend ändern. Künftig soll danach auf Antrag der Länder auch die Zuteilung mehrerer Kennzeichen in einem Zulassungsbezirk möglich sein.

Heimatliebe an der Stoßstange

Bürgern könne damit bald wieder die Möglichkeit gegeben werden, „ihre Heimatverbundenheit auch über das Kfz-Kennzeichen auszudrücken“, die mit den Gebietsreformen abgeschafft wurden, erklärte Morlok. Durch das Zusammenlegen von Kreisen zu Großkreisen sind im Osten seit den neunziger Jahren zahlreiche alte Kennzeichen abgeschafft worden, im Westen wurden viele Kennzeichen mit den Gebietsreformen der siebziger Jahre ausgetauscht.

Über die Wiedereinführung der alten Kennzeichen wird seit längerem diskutiert. Allein in Sachsen haben 13 Kommunen beim Verkehrsministerium einen entsprechenden Antrag gestellt. In Thüringen schließen sich mindestens sieben Kommunen der Forderung an, in Bayern mindestens zwölf.

Die beiden Automobilclubs ADAC und ACE begrüßten die Entscheidung der Verkehrsminister. Rainer Hillgärtner, Sprecher des Auto Clubs Europa ACE, sagte: „Eine gewisse Liberalität tut dem deutschen Verkehrswesen gut.“ Der Präsident des Landkreistages, Hans Jörg Duppré, übte dagegen Kritik: Der Vorschlag erinnere ihn an „nostalgische Kleinstaaterei“. Sorgen bereitet den Kritikern der mögliche Verwaltungsaufwand. Der ADAC hält die Kosten aber für überschaubar. Dabei handele es sich um einen einmaligen Aufwand. Es spreche nichts gegen die Entscheidung der Verkehrsminister. (vb)

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