Isentalautobahn offiziell eröffnet

So leer wird es hier nie wieder sein: Die Isentalautobahn ist eröffnet
© Foto: Lino Mirgeler/dpa/picture-alliance

Die umstrittene Isentalautobahn ist Anfang Oktober nach langer Planungsphase für den Verkehr freigegeben worden. Bürgerinitiativen und Naturschützer sind schockiert.


Datum:
01.10.2019
Autor:
Stefanie Nonnenmann

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Jahrzehnte nach dem Beginn der Planungen dürfen ab sofort Autos und Lastwagen auf der umstrittenen Isentalautobahn rollen. Bundesverkehrminister Andreas Scheuer und sein bayerischer Amtskollege Hans Reichhart (beide CSU) gaben am Montag die 33 Kilometer lange Strecke von Pastetten nach Heldenstein offiziell für den Verkehr frei. Das neue Autobahnstück soll die Bundesstraße 12 von München in Richtung Passau entlasten, das bayerische Chemiedreieck bei Altötting besser an München anbinden und die Verbindung nach Südosteuropa verbessern.

Er setze sich seit Jahren für die durchgängige A 94 ein, sagte Scheuer am Montag anlässlich der Eröffnung bei Dorfen (Landkreis Erding). „Heute heißt es: Eine weitere Riesen-Lücke ist geschlossen, das Ziel ist in Sicht.” 117 von 150 Kilometern der A 94 seien nun fertig. „Der Verkehr fließt hier nun schneller und sicher.” Die Isentalautobahn werde „zur Lebensader für die gesamte Region”, sagte sein Kollege Reichhart. „Wir stärken damit den ländlichen Raum und sichern Arbeitsplätze. Gleichzeitig haben wir naturschonend gebaut und mit umfassenden Lärmschutzmaßnahmen für die Anwohner das bestmögliche getan.”

Bürgerinitiativen und Naturschützer sehen das anders. Der Landesvorsitzende des Bundes Naturschutz (BN), Richard Mergner, sagte, der Bau sei in Zeiten von Klimakrise und Artensterben ein besonders drastisches Beispiel für eine verfehlte Verkehrspolitik.

„Heute ist ein trauriger Tag für den Schutz des Klimas”, sagte der Vorsitzende des Verkehrsclubs Deutschland in Bayern, Bernd Sluka. Der Ausbau der A 94 sei ein Schritt in die falsche Richtung. Leidtragende seien die Anwohner. Trotzdem kamen nach Behördenangaben rund 700 Menschen aus der Umgebung zum Festakt – und bekamen Brotzeit.

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