Trotz freiwilliger Preisobergrenzen mehrerer Mineralölkonzerne steigen die Kraftstoffpreise in Italien wieder an, wie die dpa mitteilt. Hintergrund ist das Auslaufen eines staatlichen Tankrabatts, wodurch Diesel und Benzin an den Zapfsäulen teurer werden.
Ende des Tankrabatts treibt Preise nach oben
Mit dem Wegfall eines staatlichen Steuerrabatts von rund sechs Cent pro Liter erhöhten sich die Preise jedoch auf 2,25 Euro für Diesel und 2,05 Euro für Benzin. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Ansa stellte Eni klar, dass die freiwillige Preisobergrenze weiterhin gelte. Die Regelung gleiche jedoch nicht die wieder erhobenen Steuern aus.
Verbraucherschützer kritisieren steigende Kraftstoffpreise
Die Verbraucherschutzorganisation Codacons sieht die Entwicklung kritisch. Nach Einschätzung der Organisation hat die Aussetzung der Steuersenkung bereits zu ersten Preissteigerungen an den Tankstellen geführt. Damit sei die Phase sinkender Kraftstoffpreise unterbrochen worden, die zuvor durch die freiwilligen Preisnachlässe einzelner Tankstellenbetreiber unterstützt worden war.
Q8 und Tamoil halten an Preisdeckeln fest
Neben Eni haben auch die Mineralölunternehmen Q8 und Tamoil angekündigt, ihre Preisobergrenzen im laufenden Monat beizubehalten. Die Konzerne folgen damit einem Appell der italienischen Regierung. Die Maßnahme soll die Belastung für Verbraucher begrenzen, kann den Wegfall staatlicher Entlastungen jedoch nicht vollständig kompensieren.