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Lkw-Verkehr: Fachkräfte werden unterdurchschnittlich entlohnt

Lkw-Fahrer verdienen laut dem Statistischem Bundesamt weniger als 15 Euro die Stunde
© Foto: andresr/istockphoto.com

Mit 14,21 Euro brutto die Stunde verdienen Lkw-Fahrer nicht nur noch weniger als im letzten Jahr, sondern auch weniger als andere Angestellte in vergleichbaren Positionen.


Datum:
19.10.2021
Autor:
Stefanie Schuhmacher
Lesezeit: 
4 min
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Die Versorgungsengpässe in Großbritannien und die Corona-bedingten Probleme mit globalen Lieferketten haben die Bedeutung von Berufskraftfahrern für eine funktionierende Wirtschaft ins Bewusstsein gerückt. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, fallen in Deutschland die Bruttoverdienste für Fachkräfte im Gütertransport jedoch verhältnismäßig gering aus: 2020 erhielten sie in Vollzeit durchschnittlich 14,21 Euro die Stunde.

Angelernte Kräfte, also beispielsweise Lkw-Fahrende ohne entsprechenden Ausbildungsabschluss, erhielten im Schnitt 12,91 Euro. Zum Vergleich: In der Wirtschaft insgesamt lag der durchschnittliche Stundenverdienst für Fachkräfte bei 19,97 Euro brutto, für Angelernte bei 16,02 Euro.

Auf den Monat gesehen ergibt das einen Durchschnittsverdienst für Fachkräfte wie ausgebildete Berufskraftfahrer von 2623 Euro brutto - das waren gut 660 Euro weniger als Beschäftigte mit einer vergleichbaren Ausbildung und Berufserfahrung in der Wirtschaft insgesamt verdienten (3286 Euro). Angelernte Kräfte verdienten durchschnittlich 2313 Euro brutto im Monat.

In der Wirtschaft insgesamt lag der Durchschnittsverdienst für diese Leistungsgruppe fast 300 Euro höher (2611 Euro monatlich).

Die Statistik der Bundesagentur für Arbeit hat 2020 in Deutschland 937.000 Fachkräfte im Bereich Fahrzeugführung im Straßenverkehr erfasst, zu dem neben Berufskraftfahrenden auch Bus- sowie Kurierfahrer gehören. Das waren etwa 1 Prozent weniger als im Vorjahr. Diese Berufe werden demnach fast ausschließlich von Männern ausgeübt (Anteil 94 %). Ein größerer Teil dürfte in den nächsten Jahren aus dem Berufsleben ausscheiden: Ein Drittel (33 %) war mindestens 55 Jahre alt.

Demgegenüber ist die Zahl der Einsteiger unter 25 Jahren recht gering: Sie machten mit 33.400 nur knapp 4 Prozent aus. 

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