Toter Winkel: TÜV Rheinland rät zu Sicherheitsabstand

Insbesondere rechts abbiegende LKW stellen in der Stadt ein Risiko dar, so der TÜV Rheinland.
© Foto: dapd/Theo Heimann

Gerade in Städten droht Fußgängern und Radlern erhöhte Gefahr durch LKW. Der TÜV Rheinland gibt Tipps, wie sich Unfälle vermeiden lassen.


Datum:
14.08.2012
Autor:
Redaktion TRUCKER

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Bei aller Umsicht und Vorsicht stellen Lastwagen besonders in der Stadt ein großes Risiko dar – vor allem für Radfahrer und Fußgänger, heißt es in einer Pressemitteilung des TÜV Rheinland. Häufigste Unfallursache seien demnach nach rechts abbiegende LKW. „Trotz zahlreicher Spiegel ist bauartbedingt besonders die rechte Seite für den LKW-Lenker schwer einsehbar. Er sitzt zu hoch und zu weit weg von der Straße. Anders als ein PKW-Fahrer kann er nicht nach allen Seiten durch die Scheiben schauen. Radfahrer, die zu dicht oder seitlich versetzt nach hinten neben dem LKW vor einer roten Ampel stehen, kann der Fahrer nicht sehen. Sie befinden sich im toten Winkel, der mitunter sogar eine größere Menschengruppe verschluckt“, sagt TÜV Rheinland-Kraftfahrtexperte Hans-Ulrich Sander.

Als Faustregel gilt laut dem TÜV Rheinland: Wer den LKW-Fahrer nicht im Außenspiegel sehen kann, der wird auch vom Fahrer nicht gesehen. Eine weitere Gefahr beim Abbiegen würde von den Hinterrädern eines LKW oder Anhängers drohen. Denn sie folgen in der Kurve einem kleineren Radius, legen einen kürzeren Weg zurück als die Vorderräder, sodass das Heck einen stehenden Radfahrer oder Fußgänger erfassen kann.

Um nicht unter die Räder zu kommen, hilft nach Angaben von TÜV Rheinland insbesondere,  genügend Sicherheitsabstand zu halten und an Kreuzungen zu warten, bis der LKW ganz abgebogen ist. Radfahrer, die sich an einer Autoschlange vorbeimogeln, erkennen häufig nicht, dass der LKW rechts blinkt und abbiegen will. „Selbst wenn der Radfahrer im Recht ist, hilft es ihm wenig, wenn es zu einem Crash mit fatalen Folgen für ihn kommt. Deshalb defensiv fahren und besser auf die Vorfahrt verzichten“, rät Hans-Ulrich Sander.

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