Weiterer Abschnitt der A 20 wird gesperrt

Die A 20 sackt immer weiter ab. Zwischen Bad Sülze und Tribsees wird sie daher jetzt voll gesperrt
© Foto: Bernd Wüstneck/dpa/picture-alliance

Das riesige Loch auf der Ostsee-Autobahn hat nun noch mehr Folgen für Auto- und Lkw-Fahrer. Ein weiterer Abschnitt der A 20 musste gesperrt werden.


Datum:
26.10.2017
Autor:
Julia Thomsen

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Tribsees. Die bei Tribsees (Landkreis Vorpommern-Rügen) im Moor versinkende Autobahn 20 ist seit Freitagmorgen komplett gesperrt – voraussichtlich mindestens für mehrere Monate. Wegen des riesigen Lochs in der Fahrbahn wurde die Strecke ab Freitagmorgen auch zwischen den Anschlussstellen Bad Sülze und Tribsees für den Verkehr voll gesperrt, teilte das Infrastrukturministerium in Schwerin mit.

„Die täglichen Messungen haben ergeben, dass auch die Fahrbahn in Richtung Stettin zunehmend von der Setzung betroffen und die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer nicht mehr zu gewährleisten ist“, sagte Manfred Rathert, Leiter des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr Mecklenburg-Vorpommern.

Neu Umleitungen zwischen Bad Sülze und Tribsees

Auf der Fahrspur in Richtung Rostock war auf einer Länge von etwa 100 Metern die auf Moor gebaute Fahrbahn abgebrochen. In diesem Abschnitt ist ein riesiges Loch von etwa 10 Metern Breite, 40 Metern Länge und durchschnittlich 2,50 Meter Tiefe entstanden. Der Verkehr Richtung Rostock wird schon seit Ende September umgeleitet.

Für die Lkw- und Autofahrer bedeutet die weitere Sperrung: Die bisherige Umleitung über Sanitz fällt weg. Stattdessen gibt es zwischen den Anschlussstellen Bad Sülze und Tribsees in beide Richtungen getrennte Umleitungen. Der Verkehr ab Tribsees nach Rostock wird über die L19 und die L23 geführt. In Richtung Stettin werden die Fahrzeuge ab Bad Sülze über die Kreisstraße via Breesen und Langsdorf umgeleitet.

Bau einer Behelfsbrücke dauert bis zum Sommer

Die Anwohner der betroffenen Ortschaften an der Umleitungsstrecke seien informiert wurden, sagte Hartmut Kolschewski, Bürgermeister der Gemeinde Lindholz. Besonders stark betroffen sei das Dorf Langsdorf, denn auch nach dem für Ende November geplanten Bau einer Behelfsausfahrt würde der Verkehr durch den Ort führen, sagte Kolschewski.

Die Autofahrer müssen sich noch bis mindestens zum Sommer 2018 in Geduld üben. Dann soll eine Behelfsbrücke fertig sein, die über der aufgebrochenen Fahrbahn den Verkehr über die Autobahn führen soll. (dpa/jt)

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