Zahl der Verkehrstoten ist rückläufig

2017 erreicht die Zahl der Verkehrstoten den niedrigsten Stand seit Beginn der Statistik vor mehr als 60 Jahren
© Foto: Frank Hoermann/Sven Simon/dpa/picture-alliance

Im vergangenen Jahr kamen in Deutschland weniger Menschen im Straßenverkehr ums Leben. Die Zahl der getöteten Lkw-Insassen wuchs jedoch deutlich an.


Datum:
27.02.2018
Autor:
Stefanie Nonnenmann

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Wiesbaden. Im Jahr 2017 starben in Deutschland 3177 Menschen bei Unfällen im Straßenverkehr. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach vorläufigen Ergebnissen mitteilte, waren das 29 Getötete oder 0,9 Prozent weniger als im Jahr 2016 (3206 Getötete). Damit erreicht die Zahl der Verkehrstoten den niedrigsten Stand seit Beginn der Statistik vor mehr als 60 Jahren. Auch die Zahl der Verletzten ging 2017 gegenüber dem Vorjahr zurück, und zwar um 2,1 Prozent auf rund 388.200 Personen.

Die bisher vorliegenden detaillierten Ergebnisse für den Zeitraum Januar bis November 2017 zeigen laut Destatis, dass deutlich weniger Insassen von Pkw im Straßenverkehr tödlich verunglückten (minus 104 Getötete oder minus 7,4 Prozent). Auch die Zahl der getöteten Fußgänger ging zurück (minus 28 Getötete oder minus 6,4 Prozent). Dagegen kamen mehr Menschen auf Krafträdern mit amtlichem Kennzeichen wie Motorrädern und -rollern (plus 46 Getötete oder plus 8,6 Prozent) oder als Insasse eines Lkw ums Leben (plus 30 Getötete oder plus 24,2 Prozent).

2017 erreichte die Zahl der Unfälle einen neuen Höchststand: Die Polizei nahm rund 2,6 Millionen Unfälle auf, zwei Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Bei 2,3 Millionen Unfällen blieb es bei Sachschäden (plus 2,6 Prozent). Dagegen nahm die Zahl der Unfälle, bei denen Menschen verletzt oder getötet wurden, um 2,3 Prozent auf 301.200 Unfälle ab.

Deutlicher Rückgang in NRW

In Baden-Württemberg, Brandenburg, Rheinland-Pfalz, im Saarland und in Thüringen gab es im Jahr 2017 mehr Verkehrstote als im Vorjahr. In Bremen blieb die Zahl der Getöteten unverändert. In den übrigen Bundesländern kamen weniger Personen im Straßenverkehr zu Tode. In absoluten Zahlen betrachtet gab es den stärksten Rückgang in Nordrhein-Westfalen mit minus 78 Personen (minus 14,9 Prozent), gefolgt von Berlin mit minus 20 Personen (minus 35,7 Prozent).

Gemessen an der Einwohnerzahl war das Risiko, im Straßenverkehr zu sterben, in Brandenburg und Sachsen-Anhalt mit jeweils 59 Todesopfern sowie in Niedersachsen mit 51 Todesopfern je eine Million Einwohner am höchsten. Weit unter dem Bundesdurchschnitt von 38 Getöteten je eine Million Einwohner liegen aufgrund ihrer Siedlungsstruktur die Stadtstaaten, aber auch Nordrhein-Westfalen, wo auf eine Million Einwohner 25 Getötete kamen. (sno)

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