Showtruck DAF XF: Very British

Die zweifarbige Lackierung unterstreicht die Linien des DAF
© Foto: Xavier Stefaniac

Zum Gründungsjubiläum gönnte sich der englische Selbstfahrer Paul Hinchliffe einen neuen DAF XF - und ließ ihn in den Nationalfarben Rot-Blau-Weiß erstrahlen.


Datum:
26.03.2018
Autor:
Redaktion TRUCKER

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Paul Hinchliffe ist in einer Familie aufgewachsen, die in der Transportwelt zu Hause ist. Schon als Kind fühlte er sich von der großen Weite Großbritanniens angezogen. Es war nur eine Frage der Zeit, bis ihn der Ruf der Straße verführen würde.

Mit 16 Jahren ist es so weit: Paul verlässt die Schule und wird aktives Mitglied des Familienunternehmens. Zunächst erledigt er Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten, mit 21 folgt der Führerschein. Sein erster eigener Lkw ist ein ERF, eine typisch englische Marke. Viele Jahre lang ist Paul für den Familienbetrieb unterwegs; Stützpunkt ist Bury, eine Kleinstadt rund 15 Kilometer nördlich von Manchester. Dann folgt ein Bruch. Das Unternehmen muss zur Jahrtausendwende schließen.

Das war der Moment, in dem Hinchliffe beschließt, sich selbstständig zu machen. 2004 kauft er von seinem Ersparten einen gebrauchten DAF Space Cab XF und klopft bei den ehemaligen Kunden des Transportbetriebs an. Die hatten fast ausschließlich gute Erfahrungen mit dem Familienbetrieb gemacht und die meisten vertrauen Paul.

GROSSES HAUS, REICHLICH AUSSTATTUNG

Vom ersten XF an blieb der junge Unternehmer der Marke aus Eindhoven größtenteils treu - auch wenn in seinen Fuhrpark auch mal Trucks von ERF und auch Volvo einzogen. Bis zu fünf Fahrzeuge und zehn Anhänger zählten im Lauf der Folgejahre zur Flotte. Heute sind es nur noch zwei. Schuld daran ist die Rezession, die den englischen Transportunternehmen zwischen 2008 und 2010 zu schaffen machte.

Dennoch: Zum zehnjährigen Firmenjubiläum beschloss Paul, sich selbst eine Freude zu machen, und kaufte zum ersten Mal ein ganz neues Fahrzeug - natürlich einen DAF. Es handelte sich um einen XF 510 mit Super Space Cab - das Feinste vom Feinen. Und Paul wollte mehr. Er entschied sich für einen hochwertigen Hochglanz-Lack und eine umfangreiche Ausrüstung mit Zubehörteilen, die für seinen Tätigkeitsbereich, den Transport von sperrigen Materialien, nützlich sein sollten.

Paul blieb bei den Firmenfarben, wählte aber ein feurigeres Rot, das mit dem kontrastierenden Mittelblau um die Wette strahlt. Nahezu meisterhaft stimmte die Lackiererei (F.G. Publicity Body Shop in Barnsley) die Auswahl der Farbflächen und der Bildelemente mit der Linienführung des Holländers ab.

Zwei Flaggen, das schottische St. Andrews Cross und das englische St. George Cross, zieren das Hochdach. Sie sind, ebenso wie die Schriftzüge auf der Front, den Seiten und dem Abdeckblech der Ladefläche, mit Airbrush lackiert. Die prächtigen Ton-in-Ton-Darstellungen auf den großen Stauräumen des Fahrerhauses zeigen die Vorgänger-Lkw und sind das Werk des Airbrushkünstlers Kieran Davies. Für die diversen Anbauteile engagierte Paul mit Tranztech einen Ausstattungs-Spezialisten, der das heruntergezogene Visier, den Scheinwerfer-Bügel, die BumpBar, das Edelstahl-Staufach im Rahmen und die hintere Stoßstange anfertigte. Auch die Lichtanlage wurde erweitert (von Kelsa aus Manchester): um LED-Lichter an den oberen und unteren Blenden, einen Scheinwerfer-Bügel und vier zusätzliche Lichter am Bullfänger. Die Farbgebung des Innenraums harmoniert mit der Lackierung. Die meisten Elemente wurden mit Satinleder - ob gepolstert oder glatt - ausgekleidet, sogar das Armaturenbrett, das wegen der Instrumente wirklich knifflig zu beziehen ist.

EDLES OUTFIT MIT WERBEWIRKUNG

Inzwischen wurde Pauls neues Flaggschiff auf etlichen Festivals gesichtet. Auf den gängigen Internet-Plattformen machen Bilder des auffälligen XF die Runde, es gibt das Fahrzeug auch als Miniaturmodell (1:50) und Pauls Hoffnung hat sich erfüllt: Der Showtruck wurde zum Aushängeschild für sein kleines, feines, englisches Unternehmen. Xavier Stefaniak

Übersetzung: Stéphanie Mercier

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