Dem Schlaganfall vorbeugen

Alle neun Minuten stirbt in Deutschland jemand an
den Folgen eines Schlaganfalls.

Mehr als 200.000 mal im Jahr erleidet in Deutschland jemand einen Schlaganfall. Es gibt Warnzeichen.


Datum:
23.09.2011
Autor:
Redaktion TRUCKER

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Die Comedy-Ulknudel Gabi Köster, als schlagfertige Verkäuferin bekannt (TV-Serie "Gabis Welt") traf es 2008: Sie erlitt einen Schlaganfall, lag im Koma, kämpfte um ihr Leben. Dieser Tage sieht man sie in TV-Talkrunden, sie stellt ihr Buch vor: "Ein Schnupfen hätte auch gereicht". Gabi Köstler leidet unter halbseitigen Lähmungen, sie hat es mit Mühe aus dem Rollstuhl herausgeschafft.

Mehr als 200.000 mal im Jahr erleidet in Deutschland jemand einen Schlaganfall (Fachbegriff: "Apoplex").

Bei 20 % der Betroffenen platzt plötzlich ein Blutgefäß und es tritt eine Gehirnblutung auf. Die Mehrheit (80 %) erleidet einen Hirninfarkt: die „Verstopfung" einer Arterie durch ein Blutgerinnsel („Gefäßverschluss"). Da der Blutfluss unterbrochen wurde, leidet eine bestimmte Hirnregion plötzlich unter Sauerstoff- und Nährstoffmangel. Jetzt geht es um Leben und Tod: Von Sekunde zu Sekunde sterben mehr lebenswichtige Gehirnzellen ab.


Je länger das Gehirn unterversorgt ist, desto schwerer und irreparabler sind die Schäden: Lähmungen, Spastiken, Sprach- oder Konzentrationsstörungen. Jeder Schlaganfall ist ein Notfall: Es muss sofort ein Notruf unter 112 erfolgen. Man kann das Blutgerinnsel mit einem Medikament auflösen. Doch diese „Lyse" ist nur maximal viereinhalb Stunden nach dem Anfall anwendbar.


Folgende Symptom treten in den meisten Fällen plötzlich auf: 
  

* Schwindel, Taumel, Unsicherheit beim Gehen
* Taubheit, Lähmung, halbseitig, herabhängender Mundwinkel
* sehr starker Kopfschmerz
* Sprachstörungen
* Doppelbilder, Gesichtsfeldausfälle
* schlechtes Sprachverständnis/Hören.

Wenn ein Schlaganfall vermutet wird, muss sofort ein Notruf abgesetzt werden: 112! Lagern Sie den Betroffenen mit dem Oberkörpfer höher; bei Bewusstlosigkeit in die stabile Seitenlage. Nichts zu trinken geben: Schlucklähmung!

Es gibt besonders gefährdete Personen für einen Schlaganfall. Riskant wird es vor allem, wenn jemand mehrere der untenstehenden Faktoren gleichzeitig aufweist.
 
- Bluthochdruck

- Diabetes
 
- Rauchen

- Bewegungsmangel

- Übergewicht

- Herzkrankheiten.

Manchmal "kündigt" sich ein Schlaganfall an, wie bei Gabi Köster: Eine Körperseite wird schlechter durchblutet und der Arm kribbelt immer wieder. Oder man hat plötzlich ungekannte Schwindelanfälle oder häufiger Kopfschmerzattacken. Dann sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden. Das generelle persönliche Risiko kann um Einiges vermindert werden, wenn man z.B. auf das Rauchen verzichtet oder auf sein Gewicht achtet. (SK)

Weitere Infos, auch für Angehörige:
www.schlaganfall-hilfe.de
www.kompetenznetz-schlaganfall.de
www.dsg-info.de

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