Nicht blenden lassen

Foto: Lennart Preiss

Immer wieder ereignen sich schwere Unfälle, weil die tief stehende Sonne blendet. Wie Sie eine gute Sonnenbrille finden


Datum:
18.08.2010
Autor:
Redaktion TRUCKER

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Jedes Jahr ereignen sich schwere Unfälle, weil PKW- oder LKW-Fahrer von der tief stehenden Sonne geblendet wurden. Blendung verringert die Sehschärfe und verursacht Augenbrennen und Kopfschmerzen. Eine ständige UV-Belastung kann zur Trübung der Augenlinse führen. Eine gute Sonnenbrille hilft. Was Sie über deren Qualität wissen müssen, darüber informiert aktuell der Zentralver­band der Augenoptiker (ZVA).

 

Vorhandene CE-Kennzeichnung
Schon seit langem dürfen Sonnenbrillen nur noch verkauft werden, wenn sie das CE-Kennzeichen tragen. Es garantiert ein Minimum an Qualitätsstandard.
 

Ausreichender UV-Schutz
Die Gläser müssen vor ultravioletter Strahlung schützen, die zu schmerzhaften Entzündungen der Binde- und Hornhaut führt. Nicht die am dunkelsten gefärbten Gläser schützen am besten, sondern Gläser aus hochwertigem Material mit eingebautem UV-Filter.
   
  Richtige Glasfarbe
Die Farbe darf die Erkennbarkeit der Lichter der Verkehrsampeln und des blauen Lichtes von Einsatzfahrzeugen nicht beeinträchtigen Braune und graue Gläser verfälschen die Farbe am wenigsten, sie eigenen sich gut für den Straßenverkehr. Bei anderen Tönungen benötigt das Auge eine Reaktionszeit, um die Far­be wieder neutralisieren zu können. Die Glasfarbe hat keine Auswirkungen auf den UV-Schutz.
   

Gute Absorption

Das Brillenetikett sollte Informa­tionen über die Filterkategorie der Gläser geben. Bei einer Lichtreduktion von 65 % z.B. gelangen noch 35 % des einfallenden Lichts ins Auge (Kategorie 2; gut verwendbar in Mitteleuropa). Kategorie 1 bietet nur leichten Lichtschutz. Kategorie 4 (extrem dunkle Filter) lässt nur noch 3 bis 18 % des Lichtes durch und eignet sich NICHT für den Straßenverkehr.
   
  Gute Verarbeitung
Die Gläser sollten keine Schlieren, Blasen oder Einschlüsse aufweisen. Auf leichten Fingerdruck hin darf das Glas nicht nachgeben. Ein durch die Brille betrachtetes Objekt oder auch die Karos auf einem Stück Papier sollten sich beim Hin- und Her­drehen der Brille nicht verzerren.
 
    Passendes Gestell
Jeder Kopf ist anders; deshalb sollte die Brillenfassung der Kopfform individuell angepasst werden, damit sie nicht rutscht und nichts drückt. Der Augenoptiker berücksichtigt auch die Schläfenbreite, den Abstand der Augen und die Position der Ohren.
   
  Schmale Bügel
Um das Gesichtsfeld nicht einzuschränken, sollten Bügel und Fassung nicht zu breit sein.
   
  Ausreichende Größe
Die Brille sollte etwa von den Augenbrauen bis seitlich zum Gesichts­rand reichen. Die Gläser sollen die Augen vor von oben und seitlich ein­fallenden, sowie von unten reflektierten Sonnenstrahlen schützen.  

  Richtige Anwendung
Sonnenbrillen sind nicht dazu gedacht, in der Dämmerung oder Nacht getragen zu werden.
 
    Gute Pflege
Reinigen Sie die Gläser regelmäßig; mit speziellen Pflegetüchern oder auch mit ein wenig Geschirrspülmittel und klarem Wasser.

SK
 

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