Isuzu überarbeitet sein Leicht-Lkw-Programm

16.01.2026 15:38 Uhr
Fahransicht des Isuzu N-Series in urbaner Umgebung. Das weiß lackierte Fahrzeug ist mit einem Kippaufbau ausgerüstet
Neben allen technischen Verbesserungen, spendierte Isuzu der N-Serie auch eine überarbeitete Optik
© Foto: Isuzu

Der japanische Hersteller hat seine leichte N-Serie umfassend erneuert. Neben der überarbeiteten Kabine und einem neuen Doppelkupplungsgetriebe wurde vor allem an der aktiven und passiven Sicherheit gearbeitet.

Eine kleine Nische hat sich die kompakte N-Baureihe von Isuzu in Deutschland durchaus erkämpft. Schließlich fällt das Angebot an Leicht-Lkw bis zu 7,5 Tonnen Gesamtgewicht, bei denen es sich um keine aufgelastete Transportermodelle handelt, nicht eben üppig aus. Vor allem am Bau oder bei Gartenbaubetrieben sind die als robust und nicht zuletzt preisgünstig geltenden Japaner zuhause. Damit das so bleibt hat Isuzu die Baureihe nun intensiv modernisiert und schickt die nach eigenen Angaben siebte Modellgeneration auf die Reise. Die soll vor allem bei Komfort und Sicherheit einen deutlichen Sprung machen.

Auffälligstes Merkmal ist der neue Vorbau, den die leichteren Ausführungen bis 3,5 Tonnen aufweisen. Diese 290 Millimeter lange Frontverlängerung verbessert die Crashsicherheit für das Fahrpersonal und soll aufgrund ihrer Formgebung und des speziellen Materialmixes gleichzeitig die Verletzungsgefahr von Fußgängern verbessern. Fast schon obligatorisch ist in der heutigen Zeit die Verwendung von LED-Lichttechnik, die sich bei der neuen N-Serie bei den Hauptscheinwerfern, den Blinkern und den Nebellampen findet.

Überarbeiteter Innenraum

Innen überrascht dagegen, dass Isuzu dem allgemeinen Trend zur digitalen Darstellung der Zentralinstrumente bei seiner Neuauflage nicht folge und Tacho und Drehzahlmesser weiter analog ausführt. Freuen werden sich Isuzu-Lenker/innen über die vom Hersteller versprochenen, größeren Verstellwege des Fahrersitzes, die es großen Staturen leichter machen dürfte eine passende Position zu finden. Auch die Anzahl der Ablagen rund um den Fahrerplatz, wurde erweitert.

Den Kurs hält man ab sofort über ein kleineres Multifunktions-Lenkrad mit 38 Zentimeter Durchmesser, über das sich neben dem Tempomaten beispielsweise die Audiolautstärke regeln lässt. Oder man greift nach rechts in Richtung Mittelkonsole, wo der Infotainment-Bildschirm seinen Platz hat und je nach Modell 6,2 oder 6,8 Zoll groß ausfällt. Dieser ist ebenso Serie, wie eine Rückfahrkamera, elektrisch verstellbare und beheizbare Außenspiegel sowie die elektrische Parkbremse.

Nachlegen musste der Isuzu auch bei der aktiven Sicherheit, um weiterhin auf den Straßen der EU unterwegs sein zu dürfen. Neben einem Spurverlassenswarner und einem Notbremsassistenten, der auch auf Fußgänger reagiert, verfügen alle Modellversionen zusätzlich über einen Notbremsassistenten sowie über ein Fahrerüberwachungssystem, das bei Müdigkeit Alam schlägt.

Neu in den Optionslisten findet sich zusätzlich das Neungang-Doppelkupplungsgetriebe „ISIM“. Dieses ist für die 3,5-Tonnen-Varianten Serie, sofern man die Modellvariante mit dem 3,0 Liter großen Vierzylinder-Diesel mit 150 PS als Antriebsquelle wählt. Darunter siedelt Isuzu zusätzlich einen Einstiegsdiesel mit 1,9 Litern Hubraum an, der seine Leistung von 120 PS und 320 Newtonmeter Drehmoment über eine Sechsgang-Wandlerautomatik an die zwillingsbereifte Hinterachse überträgt.

Wer mehr Nutzlast braucht kann zudem auf die schwereren Varianten mit 6,0 oder 7,5 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht ausweichen. Diese werden ja nach Modell entweder über den erwähnten 3,0-l-Vierzylinder oder den 4HK1-Diesel mit 5,2 Liter Hubraum angetrieben, der ebenfalls über vier Zylinder verfügt.

Weitere Programmausdehnungen nach oben gefällig? Die könnte Isuzu über die schwerere F-Serie befriedigen, die bis 14 Tonnen Gesamtgewicht hinauf reicht. Deren Vorgängerversion bot Isuzu in Deutschland bisher allerdings nicht an. Ob sich das ändern wird, war bis Redaktionsschluss ebenso ungewiss, wie die Frage, wann die neuen Modelle der leichteren N-Serie bei uns auf den Markt kommen werden.      

Seitenansicht des neuen Vorbaus des Isuzu N-Series
Der neue, 29 Zentimeter lange Vorbau, soll die Sicherheit von Fahrpersonal und Fußgängern gleichermaßen verbessern 
© Foto: Isuzu
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#Isuzu Nutzfahrzeuge

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