Kässbohrer: Neuer Tiefladerbaukasten, selbst gelenkt

Die neue Tieflader-Serie von Kässbohrer ist als variabler Baukasten konzipiert worden
© Foto: Gerhard Grünig

In Goch präsentierte Kässbohrer sein komplett neu entwickeltes K.SLH-Tiefladerprogramm.


Datum:
27.03.2014
Autor:
Gerhard Gruenig

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Wohl dem, der einen Baukasten hat! Bis zu acht Achsen mit fünf hydraulischen und zwei Nachlauflenkachsen und 130 Tonnen Ladekapazität bietet Kässbohrers neue Tiefladerserie. Bis zu 96 Tonnen Gesamtgewicht bieten die "Low-Loader": Extra tiefe, ausziehbare Auflieger mit vier Achsen.

Alle punkten mit hoher Qualität. Die Verlegung der Elektro-, Druckluft- und Hydraulikleitungen ist sauber im Strang geführt und an angeschweißten Haltern fixiert. Die Druckluftleitungen verpackt Kässbohrer in zusätzliche Kunststoff-Schutzrohre.

Ein kleines Problem könnten die Fahrer beim Erstkontakt nur mit der Kennzeichnung haben: Auf den ersten Blick ist nicht gleich ersichtlich, welche Leitung welchen Zweck erfüllt. Einige Druckluftleitungen der Bremse sind in relativ engem Radius verlegt. Da die neue Hydraulikfederung viel größere Hubwege erlaubt, könnte das im Extremfall zu eng werden. Im Bereich des Schwanenhalses könnten einige Leitungen und der relativ offen liegende Schaltkasten noch besser geschützt werden. Das gilt auch für die unten laufenden Hydraulikleitungen.

FEDERUNG UND LENKUNG ENTWICKELTE MAN SELBST

Alle Verschleißteile entsprechen gängiger Standardware. Die Achsen stammen von SAF, aber Federung und Lenkung sind jetzt Eigenentwicklungen.

Trotz neuer Hydrauliklenkung setzt Kässbohrer, abhängig von der Achszahl, weiter auf eine oder zwei Nachlauflenkachsen. Die haben vor allem beim Rangieren den Nachteil, dass sie der Fahrer vor dem Sperren in Nullposition bringen muss. Aber man denkt über vollhydraulische Lenksysteme nach. Gut gefällt das Konzept, jede Achslinie als autarke Einheit mit separatem großem Luftkessel für die Bremse auszuführen. Die Achsen lassen sich per einfach bedienbarem Fernsteuermodul lenken - die Hydrauliklenkung reagiert schnell auf Funkbefehle. Dem Trend zu längeren, ungeteilten Ladungen trägt man mit einem aktuell bis auf über 33 Meter ausziehbaren Achtachser Rechnung. Über mehr Gesamtlänge denkt man nach. Mit 130 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht bei 40 km/h erfüllt der K.SLH8 zumindest gewichtsmäßig schon jetzt zahlreiche Ansprüche.

Auch die Ladungssicherung wurde verbessert. Beim größten Tieflader verteilen sich in Serie 24 Anschlagpunkte mit jeweils 6,7 Tonnen Zugkraft über die gesamte Fahrzeuglänge. Viele Varianten, das dürfte auch viele Kundenwünsche erfüllen, und das zu fairen Preisen - dem Baukasten sei Dank!

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