Nachdem einige Holztransporteure im Augsburger Raum den Weg zur Polizei, zum Bayerischen Transportverband LBT und an die Öffentlichkeit eingeschlagen haben, um auf ihre verheerende Situation aufmerksam zu machen, meldeten sich weitere Unternehmer aus ganz Deutschland, um die Zustände zu bestätigen, wie sie in der Ausgabe 4/2011 des TRUCKER beschrieben werden.
In die Kritik gerät dabei auch die Bayerische Staatsforsten mit Sitz in Regensburg. Die Frachtraten, die der Staatsbetrieb bezahle, seien völlig undurchsichtig. Tabellen wie in anderen Unternehmen gebe es nicht. Für gleiche Aufträge werde unterschiedlich bezahlt, berichtet ein Unternehmer aus dem Raum Regen. 1,50 bis zwei Euro "Spielraum" pro Festmeter seien auch drin, selbst wenn diese nur selten bezahlt würden.
Was die Einhaltung der Gewichtsgrenzen bei Touren für die Bayerische Staatsforsten anbelange, so müsse man auf dem Papier zwar immer mehr Regeln und Vorschriften einhalten, in der Praxis werde man aber dann dazu ermuntert, mehr aufzuladen, falls man sich über die Frachtraten beschwere, berichtet ein Transporteur aus der Region Ausgsburg dem TRUCKER.
Gegenüber der Presse verweigerte die Bayerische Staatsforsten trotz Informationspflicht bisher jegliche Auskunft in Bezug auf Frachtraten. Pressesprecher Philipp Bahnmüller gibt sich vielbeschäftigt. Eine "unglaubliche Arroganz" wirft der Unternehmer aus Regen den von öffentlichen Steuergeldern bezahlten Staatsforstlern vor. (mo)
Mehr dazu im TRUCKER 5/2011.
Bayerische Staatsforsten in der Kritik
25.03.2011 17:53 Uhr

Holztransporteure erheben nun auch Vorwürfe gegen die Bayerische Staatsforsten.