Nach der Vollsperrung des Brennerkorridors ist der Verkehr auf Bayerns Straßen deutlich ruhiger verlaufen als erwartet. Trotz Ferienzeit und guter Wetterbedingungen kam es am Sonntag lediglich zu vereinzelten Staus und stockendem Verkehr.
Polizei und ADAC berichteten übereinstimmend von einer insgesamt entspannten Verkehrslage, die sich im Rahmen eines typischen Wochenendverkehrs bewegte.
Reisende reagieren auf Warnungen
Als Hauptgrund für die geringe Belastung gilt das Verhalten der Reisenden. Viele Autofahrer hatten ihre Fahrten offenbar bewusst verschoben oder ganz darauf verzichtet, nachdem vor erheblichen Staus gewarnt worden war.
Experten hatten ursprünglich damit gerechnet, dass es am Sonntag zu einem deutlichen Nachholeffekt kommen könnte, da viele Urlauber ihre Fahrten vom Samstag verschoben hatten. Dieser blieb jedoch weitgehend aus.
Kein starker Nachholeffekt erkennbar
Auch die Autobahnbetreiber verzeichneten keinen ungewöhnlich starken Reiseverkehr. Zwar nutzten einige Urlauber den Sonntag für ihre Fahrt, insgesamt verteilte sich der Verkehr jedoch gleichmäßig.
Die Situation entsprach nach Einschätzung der Verantwortlichen weitgehend einem normalen Sonntag im Reiseverkehr.
Deutlicher Rückgang am Vortag
Bereits am Samstag hatte die Sperrung spürbare Auswirkungen: Auf den südbayerischen Autobahnen lag das Verkehrsaufkommen etwa 30 Prozent unter dem üblichen Niveau. Auch auf alternativen Alpenrouten blieb das Verkehrsaufkommen deutlich geringer als in vergleichbaren Zeiträumen.
Großräumige Ausweichreaktionen blieben damit weitgehend aus.
Kaum Belastung für Alternativrouten
Auch klassische Ausweichstrecken über andere Alpenübergänge wurden nur begrenzt genutzt. Die Verkehrssituation blieb dadurch insgesamt stabil, größere Stauentwicklungen konnten vermieden werden.
Selbst im sonst stark frequentierten Ausflugsverkehr rund um München blieb es ungewöhnlich ruhig.