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EU-Projekt: 15 Prozent aller Lkw könnten schon jetzt vom Platooning profitieren

Beim Platooning fahren Lkw virtuell aneinandergekoppelt in einer Kolonne
© Foto: DAF Trucks/Paccar

Das europäische Mehrmarken-Platooning-Projekt ist nach 46 Monaten zu Ende gegangen – und ist nach Einschätzung der Projektkoordinatoren bereit zur Standardisierung.


Datum:
24.03.2022
Autor:
Stefan May
Lesezeit: 
3 min
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Brüssel. Mindestens 15 Prozent aller Lkw des derzeitigen Verkehrsaufkommens könnten potenziell vom so genannten Platooning profitieren, soweit sie sich bereits innerhalb des von der Ensemble-Platooning-Unterstützungsfunktion definierten Folgeabstands befinden. Das war eine der Erkenntnisse zum Abschluss des 46 Monate dauernden Ensemble-Projekts Ende März. Das von der EU kofinanzierte Projekt wurde von der niederländischen Forschungsorganisation TNO geleitet und sollte Erkenntnisse zum Mehrmarken-Platooning ermöglichen. 

Die durch Platooning ermöglichte Digitalisierung verbessere die Möglichkeiten der Straßenverkehrsbehörden, den Güterverkehr unter bestimmten Bedingungen zu überwachen und zu regulieren, hieß es in einer Stellungnahme von Ensemble. Das ermögliche ihnen die Parameter zu beeinflussen, innerhalb derer Lkw auf ihren Straßen fahren. Straßenkapazität und Verkehrsfluss würden ebenfalls von dieser Lkw-Platooning-Technologie profitieren, insbesondere dort, wo Lkw einen großen Teil des Verkehrs ausmachen, etwa in Industrie- oder Hafengebieten.

Im Rahmen des Ensemble-Projekts wurde eine Mehrmarken-Platooning-Technologie zwischen allen führenden europäischen Lkw-Herstellern vereinbart. Die Spezifikation eines Ad-hoc-Fahrzeug-zu-Fahrzeug-Kommunikationsprotokolls (V2V) war das wesentliche Element, um in jeder Verkehrssituation das korrekte Verhalten jedes Lkw im Platoon zu gewährleisten.

"Schlüsselfaktor für nachhaltigen Straßenverkehr"

„Das Ensemble-Projekt zeigt, dass Lkw-Platooning ein Schlüsselfaktor für einen nachhaltigen Straßenverkehr ist und den Weg zur Verbesserung der Logistikdienste ebnet“, sagte Georgios Sarros, Projektleiter, Horizon Europe Transport, CINEA, Europäische Kommission. „Nach fast vier Jahren Forschung und Entwicklung hat Europa nun eine gemeinsame Lösung geschaffen, die bereit zur Standardisierung ist“, sagte Marika Hoedemaeker, Ensemble-Projektkoordinatorin von TNO. „Dies bedeutet einen wichtigen Schritt in Richtung verbesserter Verkehrssicherheit, Effizienz und reduzierter Kraftstoffemissionen.“

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