Initiative für fairen Umgang mit BKF feiert Jubiläum

Haben „FairTruck“ vor einem Jahr gegründet (v.l.): Werner Gliem, Logistik-Initiative Hamburg, Michael Quitmann, Iwan Budnikowsky, Dirk Rahn, Hermes, Uwe Nitzinger, Pfenning Logistics, Christian Joerß, Zippel Logistik
© Foto: Logistik-Initiative Hamburg

Vor einem Jahr gründete die Logistik-Initiative Hamburg gemeinsam mit Partnerunternehmen das Qualitätssiegel „FairTruck“. Seitdem setzt sich die Initiative erfolgreich dafür ein, die Arbeitsbedingung von Lkw-Fahrern zu verbessern.


Datum:
30.11.2017
Autor:
Julia Thomsen

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Hamburg. Genau vor einem Jahr ging die Initiative „FairTruck“ der Logistik-Initiative Hamburg mit ihren vier Partnern – der Hamburger Drogeriemarktkette Iwan Budnikowsky, dem Paket- und Logistikdienstleister Hermes, Pfennig Logistics und Zippel Logistik – an den Start, um sich für einen fairen Umgang mit Berufskraftfahrern einzusetzen.

Dass die Logistikbranche mit Nachwuchsmangel zu kämpfen hat, liege nicht zuletzt am Berufsbild des Berufskraftfahrers, das immer mehr an Attraktivität verliert, sind sich die Initiatoren sicher: Stressige Arbeitsbedingungen, geringe Entlohnung, gepaart mit viel Verantwortung und einem allgemein schlechten Image. „FairTruck“ hat sich zum Ziel gesetzt, dieser Problematik entgegenzuwirken und gemeinsam mit Partnerunternehmen Gegenmaßnahmen zu entwickeln.

Viele Erfolge im ersten Jahr

Im ersten Jahr habe „FairTruck“ schon viel bewegen können. Immer mehr Berufskraftfahrer registrieren sich auf dem Bewertungsportal fair-truck.de und geben dort offene und ehrliche Bewertungen ab. Die Partnerunternehmen zeigten sich engagiert und aufgeschlossen – auch gegenüber kritischen Stimmen, berichten die Initiatoren. Die Ursachen der Top Kritikpunkte, wie etwa die Beschaffenheit von Sanitäranlagen oder mangelnde Parkmöglichkeiten, konnten so in vielen Fällen behoben werden.

Beim KEP-Dienstleister Hermes schätzt man „die Möglichkeit, ein ehrliches und ungefiltertes Feedback aus der Fahrerschaft zu erhalten“, sagt Volker Stenzel, Head of Equipment & Carrier Operations bei Hermes. „Die Meinungen der Fahrer zum Beispiel im Hinblick auf unsere Prozesse vor Ort, Wartezeiten, Sanitäre Einrichtungen oder etwa der Freundlichkeit im täglichen Miteinander ermöglichen uns, strukturiert an Verbesserungen arbeiten und so den eigenen Anspruch an soziale Verantwortung umsetzen zu können.“ Bei Hermes seien in diesem Zuge beispielsweise Reinigungspläne verändert, Kantinenzugänge für Fahrer erleichtert und weiterer Parkraum für Ruhepausen geschaffen worden.

Mittlerweile können auf fair-truck.de und über die dazugehörige App rund 450 registrierte Fahrerinnen und Fahrer 13 Partnerunternehmen bewerten – Tendenz steigend. Fahrer und Unternehmen haben zudem regelmäßig die Gelegenheit, mit den Initiatoren in einen direkten Austausch zu treten und Anmerkungen sowie Verbesserungsvorschläge zu machen, um die Arbeitsbedingungen der Fahrer stetig zu verbessern.

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