Neue Behinderungen auf der A 1 erwartet

Nicht nur die Schrankenanlage sorgt auf der Rheinbrücke für Behinderungen
© Foto: Picture Alliance/dpa/Federico Gambarini

Droht dem Verkehr auf der A 1 rund um die Leverkusener Rheinbrücke nun der Kollaps? Unter einer Fahrbahn wird ein Blindgänger vermutet.


Datum:
05.10.2017
Autor:
Stefanie Nonnenmann

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Leverkusen/Köln. Der ADAC befürchtet wegen einer Blindgängersuche auf der A 1 nahe der Leverkusener Rheinbrücke tagelang extreme Verkehrsprobleme im Großraum Köln. Die viel befahrene A 1 muss bei Köln-Merkenich nahe der Leverkusener Rheinbrücke ab dem späten Freitagabend diese Woche für einige Tage in Richtung Koblenz gesperrt werden. Grund dafür ist ein Gegenstand in acht Metern Tiefe, bei dem es sich um eine Weltkriegsbombe handeln könnte, teilte der Landesbetrieb Straßen.NRW am Freitag mit. Um die Lage zu klären und den vermuteten Blindgänger zu entfernen, sei eine Sperrung nötig.

Diese soll am Freitag (6.10.) um 22.00 Uhr beginnen. Voraussichtlich bis Mittwochabend (11.10.) kann die Autobahn in Fahrtrichtung Koblenz nicht genutzt werden.

„Im besten Fall stehen ab Donnerstagmorgen (12.10.) wieder zwei Spuren in Richtung Koblenz zur Verfügung”, sagte eine Sprecherin des Landesbetriebs. Erst im Laufe des darauffolgenden Wochenendes oder Montag (16.10.) zum Berufsverkehr könne die A 1 wieder komplett auf vier Streifen in Richtung Koblenz freigegeben werden.

Weitere Sperrungne sind nicht ausgeschlossen

Die Hinweise auf einen Blindgänger hatten sich am Donnerstag bei Vorarbeiten zum Neubau der Leverkusener Brücke verdichtet. Um an den Gegenstand überhaupt heranzukommen, muss die Kampfmittelräumung mit Spezialgeräten ein 4,5 mal 4,5 Meter großes Loch in die Fahrbahn graben. Sollte sich die Vermutung bestätigen, sind laut Straßen.NRW auch weitere Sperrungen nicht ausgeschlossen.

Der Landesbetrieb spricht von einem „erheblichen Eingriff in den Verkehr”. Um einen Kollaps zu verhindern, würden frühzeitig Umleitungen ausgeschildert. „Das beste ist jedoch, die Strecke in der Zeit großräumig zu umfahren”, sagte die Sprecherin.

Hoffnung auf gutes Umleitungskonzept

„Eine mittlere Katastrophe” - so bezeichnet der ADAC Nordrhein den möglichen Bombenfund und die Auswirkungen auf den Verkehr. „Dieser Abschnitt ist ohnehin schon ein Nadelöhr”, sagte Verkehrsexperte Roman Suthold der Deutschen Presse-Agentur. Er hofft, dass hinter der Sperrung „ein ordentliches Umleitungskonzept” steht. Dennoch fürchtet er in dem geplanten Zeitraum „extreme Verkehrsprobleme im ganzen Raum Köln, auf allen Ausweichrouten, bis in die Innenstadt hinein”.

Der Autobahnabschnitt im Bereich der Leverkusener Brücke gehört zu den meistbefahrensten Deutschlands. Jeden Tag werden dort im Schnitt rund 120.000 Fahrzeuge gezählt. (dpa)

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