Sachsen-Anhalt: Weniger Ladungsdiebstähle aus Lkw

07.01.2026 13:20 Uhr | Lesezeit: 3 min
Frachtdieb an der Rückseite eines Lkw-Trailers
Im Jahr 2025 hat es in Sachsen-Anhalt deutlich weniger Ladungsdiebstähle aus Lastwagen gegeben
© Foto: VerkehrsRundschau

In Sachsen-Anhalt gab es im vergangenen Jahr einen deutlichen Rückgang bei Ladungsdiebstählen aus Lkw, Grund ist eine spezielle Ermittlungsgruppe.

Im vergangenen Jahr hat es in Sachsen-Anhalt deutlich weniger Ladungsdiebstähle aus Lastwagen gegeben. Das Phänomen auf Transportwegen beziehungsweise an Autobahnen insbesondere durch sogenannte „Planenschlitzer“ lasse sich zwar weiterhin feststellen, die Fallzahlen seien 2025 aber deutlich gefallen, teilte ein Sprecher des Landeskriminalamts (LKA) in Magdeburg auf Anfrage mit. Bis zum 30. November waren für das laufende Jahr 101 dieser Delikte erfasst, davon blieb es bei der Hälfte beim Versuch. Im kompletten Vorjahr hatte die Fallzahl noch bei 243 gelegen, davon blieben 128 im Versuchsstadium. Im Jahr 2021 hatte es laut LKA 331 Fälle gegeben.

Hier schlugen die Täter zu

Das Landeskriminalamt hat ein paar Beispiele aufgelistet, die bei der Polizei teils noch in der Bearbeitung sind:

  • Am 26. Februar verschwanden zehn Paletten mit Audioequipment einer namhaften Qualitätsmarke. Der Stehlschaden liegt bei über 988.000 Euro. Tatort ist der Parkplatz Saaletal an der A38.
  • Am 2. März erbeuteten Täter 52 Paletten mit 440 Auto-Scheinwerfern. Der Schaden liegt bei 350.000 Euro. Tatort ist der A14-Parkplatz Petersberg.
  • Am 3. April wurden mehrere Paletten mit Fahrradzubehör und -teilen auf dem Parkplatz Geiseltal an der A38 gestohlen. Der Schaden beträgt laut Polizei 155.000 Euro.
  • Am 8. Mai stahlen Täter 152 Kaffeevollautomaten auf dem A2-Parkplatz Lorkberg. Der Stehlschaden wird auf 91.200 Euro beziffert.

Polizei hat mehr kontrolliert

Der LKA-Sprecher führte den Rückgang der Diebstähle auf die Arbeit einer speziellen Ermittlungsgruppe Cargo zurück. Die Polizei sei präsenter gewesen, habe mehr kontrolliert. Das habe sich vermutlich bei den Tätern herumgesprochen und sie hätten sich andere Bereiche gesucht. Gestohlen wurden vor allem Kleidung, Drogerieartikel, Fahrräder, Fahrzeugteile und Haushaltselektronik wie Kaffeeautomaten oder Staubsauerroboter.

Diebesgut wird unmittelbar vor Ort ausfindig gemacht

„Grundsätzlich lässt sich feststellen, dass das Diebesgut unmittelbar vor Ort selektiert und ausfindig gemacht wird“, erklärte ein LKA-Sprecher. Tatorte seien vor allem Autohöfe sowie Park- und Rastplätze an den Autobahnen. Die Hauptrouten seien die A2, A14 und A38. Die Täter nutzten die Nachtruhe der Lkw-Fahrer, um zuzuschlagen.

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