Tirol plant mehr Lkw-Blockabfertigungen und automatisiertes Dosiersystem

An 20 Tagen plant die Tiroler Landesregierung in der ersten Jahreshälfte 2020 Lkw-Blockabfertigungen an der deutsch-österreichischen Grenze
© Foto: Roland Mühlanger/picturedesk.com/dpa/picture-alliance

Das Land Tirol plant im ersten Halbjahr 2020 drei Lkw-Blockabfertigungstage mehr als im selben Zeitraum 2019. Außerdem soll ein automatisiertes Dosiersystem kommen.


Datum:
16.08.2019
Autor:
Stephanie Noll

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Innsbruck. Die Tiroler Landesregierung hat am Donnerstag den Dosierkalender für die geplanten Lkw-Blockabfertigungen im ersten Halbjahr 2020 veröffentlicht. An 20 Tagen zwischen Januar und Juni dürfen ab 5 Uhr morgens maximal 300 Lkw pro Stunde die deutsch-österreichische Grenze in Richtung Süden passieren. Das wären drei Tage mehr als im ersten Halbjahr dieses Jahres. Ab Februar sollen die Blockabfertigungen technisch durch ein automatisiertes Dosiersystem unterstützt werden.

Platter: Blockabfertigungen unverzichtbar

„Nach knapp zwei Jahren bestätigen sich die Blockabfertigungen als unverzichtbares Verkehrslenkungsinstrument, um die Verkehrs- und Versorgungssicherheit an besonders kritischen Tagen zu gewährleisten“, sagte der Tiroler Landeshauptmann Günther Platter zu den neuen Terminen. Das Ziel des geplanten Dosiersystems sei, ein permanentes System zu installieren, welches bei erhöhtem Verkehrsaufkommen automatisch aktiviert wird. In der Endausbaustufe ist laut Tirol in Zusammenarbeit mit Bayern ein Verkehrslenkungssystem vorgesehen, welches es bereits auf deutschem Staatsgebiet ermögliche, durch Echtzeit-Informationen auf das Verkehrsaufkommen in Tirol zu reagieren und Dosierungen in Bayern vorzunehmen.

Weiterhin maximal 300 Lkw pro Stunde

Mithilfe des automatisierten Dosiersystems soll künftig etwa alle zwölf Sekunden ein Lkw mithilfe von an unterschiedlichen Standorten positionierten Ampeln, LED-Wechseltextanzeigen und Videoüberwachung den Checkpoint bei Kufstein-Nord passieren – maximal soll es aber trotzdem bei 300 LKW pro Stunde bleiben. Es sei geplant, den Straßenabschnitt zu verbreitern und den Kontrollstreifen zu verlängern, um dort eine Kontrollbucht einrichten zu können. Nachdem die Lkw verlangsamt oder angehalten wurden, sollen sie wieder in den regulären Verkehr eingeordnet werden. Die mobilen Container sollen von der Exekutive weiterhin genutzt werden. Die Kosten des Systems belaufen sich auf 1,35 Millionen Euro und werden jeweils zur Hälfte von Tirol und der österreichischen Infrastrukturgesellschaft Autobahnen- und Schnellstraßen-Finanzierungs-Aktiengesellschaft (Asfinag) getragen. Zudem gibt das Land Tirol nach eigenen Angaben weitere 40.000 Euro für Maßnahmen auf den Landesstraßen bei, etwa für Ampeln, um den Güterverkehr zu lenken. (sn)

Den Dosierkalender für das erste Halbjahr 2020 können Sie unterhalb dieser Meldung als kostenlose PDF-Datei herunterladen.

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