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Tirol, Südtirol und Trentino bekennen sich zu Korridormaut

16.01.2018 17:10 Uhr
Inntalautobahn, Stau
Die Alpenländer Tirol, Südtirol und Trentino plädieren vor dem Brenner-Gipfel am 5. Februar erneut für eine Korridormaut auf der Strecke München - Verona
© Foto: Roland Mühlanger/picturedesk/APA/picture alliance

Die drei Länder haben bei einem Treffen im Vorfeld des internationalen Krisengipfels am 5. Februar in München erneut gefordert, die Lkw-Mautgebühren auf der Brennerachse anzupassen. Von Transportverbänden aus Österreich und Italien hagelt es Kritik.

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Innsbruck. Im Jahr 2017 sind über die Brenner-Autobahn 2,25 Millionen Lkw gefahren. Gegenüber dem Jahr 2016 ist das ein Plus von acht Prozent. Das gefällt Tirols Landeshauptmann Günther Platter gar nicht. Angesichts dieser Zahlen fordert er wiederholt eine Korridormaut für die Brennerachse beziehungsweise eine Angleichung der Lkw-Mautgebühren für die gesamte Strecke München-Verona an andere Alpintransitstrecken. Dem stimmten Montag auch die beiden Euregioländer Südtirol und Trentino in Bozen zu.

Die bisherigen Anstrengungen, den Lkw-Transitverkehr durch Tirol einzudämmen reichten nicht aus, daher wolle man mit dem Drehen an der Mautschraube den Verkehr auf die Schiene bringen. Derzeit hat die Bahn im Güterverkehr auf der Brennerroute einen Anteil von 30 Prozent, nach Fertigstellung des Brennerbasistunnels sollen es 50 Prozent werden und bis 2035 will Platter 60 Prozent des Güterverkehrs auf der Schiene abgewickelt sehen.

Bis 2040 will beim Güterverkehr einen Modal Split erreichen, wie er in der Schweiz existiert: ein Drittel Straße und zwei Drittel Schiene. Platter propagiert die Rollende Landstraße als Alternative zum reinen Lkw-Transport. Die österreichischen Transportverbände halten die Verlagerung des Lkw samt Fracht auf die Schiene hingegen für unwirtschaftlich. Kritik an dem Bekenntnis für eine Korridormaut auf der Brennerstrecke äußerte auch der italienische Transportverband Conftrasporto. Er warnte vor negativen wirtschaftlichen Folgen, die nicht unterschätzt werden dürften. (ag)

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