Überwachtes Parken: Kaum noch Lkw-Diebstähle

In Schweitenkirchen gab es laut Veda dank Premiumparken keine Diebstähle mehr
© Foto: Picture Alliance/Herbert Quabach

Veda meldet: Überwachte "Premium"-Parkplätze auf Autohöfen zeigen Wirkung.


Datum:
21.03.2017
Autor:
Martin Orthuber

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Der Diebstahl von Lkw und wertvoller Ladung nimmt europaweit zu. Laut der Vereinigung Deutscher Autohöfe (Veda) bezahlen deutsche Versicherer alleine für verschwundene Fracht durchschnittlich eine Million Euro pro Arbeitstag. Hinzu kämen die Gefährdung und Verunsicherung vieler Berufskraftfahrer.

Dieser teils organisierten Kriminalität setzen einige Mitglieder der Veda - wie zum Beispiel die Euro Rastpark-Gruppe mit derzeit 18 Standorten - eine Sicherheitsstrategie entgegen: Premium-Parkplätze mit Überwachungstechnik. "Seit dem Start dieser Initiative hat sich die Zahl der Übergriffe massiv verringert", berichtet Johannes Witt, Geschäftsführer der Euro Rastpark, in einer Zwischenbilanz. "Während zum Beispiel an unserem Autohof Theeßen an der Osteuropa-Route A 2 früher bis zu neun Delikte pro Woche von der Polizei erfasst wurden, geht seit der Umrüstung des Parkplatzes im April 2016 die Zahl der Delikte gegen Null." Ähnliche Trends zeigten sich an weiteren Autohöfen.

SEIT DER UMRÜSTUNG KEIN DIEBSTAHLSVERSUCH MEHR

Sogenannte Premium-Parkplätze gibt es bisher an sieben Standorten: Achern an der Autobahn 5, Guxhagen (A 7), Himmelkron (A 9), Schweitenkirchen (A 9), Theeßen (A 2), Waldlaubersheim (A 61) und Werneck (A 70).

Am Euro Rastpark Schweitenkirchen an der stark frequentierten Autobahn München-Nürnberg sei seit der Umrüstung kein einziger Diebstahlsversuch mehr gemeldet worden. "Wir setzen nicht auf teure Bauten, sondern auf pragmatische, kurzfristig wirkende Aufklärungs- und Abschreckungsmaßnahmen wie beschrankte Zufahrten, optimale Beleuchtung und lückenlose Dokumentation aller Fahrzeug- und Personen-Bewegungen", erklärt Witt in einer Pressemeldung:

"Manche Speditionen erstatten ihren Fahrern die Gebühr von vier Euro pro Tag zwar noch nicht", bedauert Witt, ist aber davon überzeugt, dass sich das ändern wird, "sobald sich die Einsicht durchsetzt, dass mehr Schutz und Komfort für Fahrer und Fracht die Verkehrssicherheit deutlich erhöhen."

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