Verkehrsrecht: Das ändert sich 2017

Jetzt ist geregelt, wie eine Rettungsgasse genau auszusehen hat
© Foto: Picture Alliance/Peter Steffen

Der ADAC hat alle wichtigen Änderungen im Bereich Verkehr für das kommende Jahr zusammengestellt. Hier - verkehrsträgerübergreifend - eine Übersicht:


Datum:
20.12.2016
Autor:
Redaktion TRUCKER

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In Deutschland müssen Radfahrer ab 1. Januar 2017 - sofern keine besonderen Radfahrerampeln vorhanden sind - die Verkehrsampeln für den Fahrverkehr beachten, statt wie bisher die Fußgängerampeln. Mit Inkrafttreten der Änderung der Straßenverkehrsordnung zum 14. Dezember 2016 können außerdem Radfahrer mit bestimmten Elektrorädern auch Radwege nutzen - außerorts generell, innerorts, wenn dies mit einem neuen Hinweisschild freigegeben wird. Aufsichtspersonen dürfen Kinder mit Fahrrädern auf Gehwegen begleiten. Daneben können Kinder unter acht Jahren wählen, ob sie alternativ zum Gehweg einen baulich getrennten Fahrradweg benutzen.

Vor Schulen, Kindertagesstätten und Seniorenheimen kann nun auch auf Vorfahrts- und Durchgangsstraßen leichter Tempo 30 verhängt werden. Die Behörden müssen nicht mehr nachweisen, dass solche sensiblen Stellen Unfallschwerpunkte darstellen.

Ab sofort ist geregelt, wo auf Autobahnen und großen Bundesstraßen eine Rettungsgasse für Polizei und Rettungskräfte gebildet werden muss. Schon bei stockendem Verkehr ist die Gasse bei mindestens zwei Streifen pro Richtung "zwischen dem äußerst linken und dem unmittelbar rechts daneben liegenden Fahrstreifen" frei zu halten - also auch bei mehr als drei Spuren zwischen der ganz linken und den beiden daneben.

FAHRVERBOT WEGEN HANDY AM STEUER

Auch im Ausland gibt es Änderungen. So heben Italien und die Niederlande zum 1. Januar 2017 die Geldsanktionen für Verstöße im Straßenverkehr an. Wer in Italien ohne Freisprecheinrichtung telefoniert, dem droht künftig ein Führerscheinentzug von bis zu zwei Monaten. Für Inhaber ausländischer Fahrerlaubnisse würde dies einem Fahrverbot in Italien gleichkommen.

In Planung: eine Gesetzesänderung beim Handyverbot am Steuer, die künftig weitere Geräte wie beispielsweise Tablets umfassen soll. Zudem ist eine Erhöhung der Bußgelder für diese Verstöße in der Diskussion.

Außerdem soll das Carsharing-Gesetz in Kraft treten. Es definiert, was unter dem Begriff Carsharing-Fahrzeug zu verstehen ist und wie diese Fahrzeuge zu kennzeichnen sind. Auch sollen sie von Parkgebühren befreit werden können. Ein neues Verkehrsschild soll Carsharing-Parkflächen kennzeichnen. Das Gesetz schafft die Grundlage, um im Wege einer Verordnung den kommunalen Straßenverkehrsbehörden die Möglichkeit zu geben, separate Parkflächen für Carsharing-Fahrzeuge ausweisen zu können.

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