Best BKF: Profis beeindrucken Profis

Gut gemacht: nach jeder Übungsfahrt besprechen die Profi-Trainer und die Nachwuchsfahrer die Eco-Auswertung
© Foto: Annika Beyer

Mercedes-Benz hat zwölf Teilnehmer von BEST BKF zu einem eintägigen Eco-Training ins LKW-Werk in Wörth eingeladen.


Datum:
01.12.2014
Autor:
Redaktion TRUCKER

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Dass sie fit in der Theorie sind, haben die zwölf Nachwuchsfahrer Anfang des Jahres bereits beim Wissenswettbewerb BEST BKF 2014 bewiesen. Beim Ecotraining im Mercedes-Benz LKW-Werk in Wörth konnten sie nun zeigen, dass sie sich in Sachen wirtschaftliches Fahren nicht vor erfahrenen LKW-Lenkern verstecken müssen - im Gegenteil.

Elf Männer und eine Frau, die derzeit eine Ausbildung zum Berufskraftfahrer im Güterverkehr absolvieren oder seit Ablauf des Wettbewerbs ausgelernt haben, hatte der Kooperationspartner von BEST BKF nach Wörth eingeladen. Im Rahmen des siebenstündigen Seminars von Mercedes-Benz Profitraining erfuhren die Nachwuchsfahrer, warum sich wirtschaftliches Fahren lohnt.

DIE UMGEBUNG IMMER SORGFÄLTIG IM BLICK

Bevor es nachmittags auf die Straße ging, erfuhr die Gruppe von Profitrainer Peter Bodenseh, dass sich wirtschaftliches Fahren nicht allein um Kraftstoffsparen dreht. Auch Vorteile wie mehr Sicherheit, geringerer Verschleiß und weniger Werkstattaufenthalte wurden angesprochen.

Und wie kann man diese Ziele erreichen? Bodenseh hat dafür eine einfache Formel: "Wirtschaftliches Fahren bedeutet vorausschauendes Fahren." Wer seine Umgebung immer im Blick hat, vermeidet unnötige Stopps sowie Kraftstoff fressende Beschleunigungsvorgänge - und ist obendrein entspannter unterwegs. Anhand von Rechenbeispielen zeigte der Profitrainer, warum es sich in der Regel nicht lohnt, schneller als mit der Höchstgeschwindigkeit von 80 Stundenkilometern unterwegs zu sein. "Wer mit 90 km/h fährt, verbraucht zwischen 12 und 14 Prozent mehr Kraftstoff als mit 80 km/h. Die Zeitersparnis liegt aber im Idealfall nur bei sieben Minuten. Schneller fahren zahlt sich also nicht wirklich aus", betonte Bodenseh.

Weitere Themen des Vormittags waren der Fahr-, Luft- und Beschleunigungswiderstand und deren Einfluss auf den Kraftstoffverbrauch sowie die Unterstützung des Fahrers durch Fahrzeugtechnik wie Fahrerassistenzsysteme. "Bis jetzt hat es sich auf jeden Fall gelohnt, nach Wörth zu kommen, obwohl ich dafür schon um ein Uhr in der Nacht aufstehen musste", sagte die einzige LKW-Fahrerin, Mandy Standt vom Kraftwerk Schwarze Pumpe im brandenburgischen Spremberg, beim Mittagessen.

UNTERWEGS IM SÜDEN DER RHEINLAND-PFALZ

Am Nachmittag konnten die angehenden Berufskraftfahrer dann umsetzen, was sie zuvor gelernt hatten. Mit vier auf 40 Tonnen ausgeladenen neuen Mercedes-Benz Actros 1845 - drei Sattelzügen und einem Gliederzug - ging es auf Tour durch den Süden von Rheinland-Pfalz. Jeder Seminarteilnehmer durfte 45 Minuten hinters Steuer und auf Autobahn, Landstraße, innerhalb von Ortschaften oder durch die hügeligen Weinberge fahren.

Die Profitrainer gaben dabei konkrete Tipps, worauf die Azubis achten sollten, und lobten gutes Fahrverhalten. Am Ende jeder Fahrt besprachen die LKW- Insassen gemeinsam den Eco-Report, den das Fahrzeug beispielsweise zu Stopp- und Bremsverhalten sowie Beschleunigung ausgibt. Die sehr guten Werte zeigten, wie schnell die Nachwuchsfahrer das am Vormittag Gelernte bereits umsetzen konnten.

"Es ist der Wahnsinn, was so ein Fahrzeug alles kann. Ich bin wirklich begeistert", sagte Peter Hübner vom Transportunternehmen Zapf nach seiner Fahrt. Auch Benjamin Hübert von der Spedition Mönig in Meschede äußerte sich positiv: "Ich bin positiv erstaunt, was ich hier alles gelernt habe."

Beim Abschlussgespräch zeigten sich die Trainer beeindruckt vom Können der Nachwuchsfahrer. "Wir waren sehr angetan vom hohen Leistungsstand der Teilnehmer - sowohl in der Theorie als auch in der Praxis. Daumen hoch!", resümierte Daimler Profitrainer Peter Bodenseh.

Annika Beyer

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