Das Ohr an der Strasse

Gefahrgutbeauftragter Sebastian Mücke macht Radio
© Foto: privat

Weil ihnen normales Radio zu langweilig war, beschlossen Berufskraftfahrer Simon Scheidweiler und Gefahrgutbeauftragter Sebastian Mücke, im Internet selbst auf Sendung zu gehen. Wir haben reingehört.


Datum:
16.02.2015
Autor:
Christian Bonk

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Wenn einem nicht gefällt, was andere machen, macht man es am besten selbst - und besser! Das dachten sich auch Simon Scheidweiler und Sebastian Mücke und gingen mit einem eigenen Radioprogramm auf Sendung.

"Truckercast" nennen die beiden Kollegen ihr Programm. Das 14-tägige Podcast-Angebot ist das perfekte Format für die Unterwegsversorgung mit aktuellen Themen und Nachrichten. Eine Radiosendung von Fahrern für Fahrer zum Herunterladen, die aktuelle Themen anspricht und in der Fahrer zu Wort kommen. TRUCKER hat bei Sebastian und Simon hineingehört - und wir meinen, dass dieses Themenangebot eine wichtige Informationslücke schließt. Kurzum: Hört rein und macht mit!

Was ist eigentlich ein Podcast? In der modernen Kommunikationswelt sind wir inzwischen an viele Formen der Nachrichtenübermittlung gewöhnt: SMS, Whats-App, Facebook- geläufige Plattformen, über die wir uns austauschen, die wir täglich nutzen und auf die wir nicht verzichten wollen. Außerdem ist es heute völlig normal, sich Filme zu streamen, Songs downzuloaden oder einen Roman als Hörbuch zu konsumieren. Dazu brauchen wir lediglich eine Internetverbindung und ein internetfähiges Endgerät, sprich Smartphone, Pad oder einen PC. Erstaunlicherweise sind Podcasts vielen immer noch fremd, wobei sie schon in den Pionierzeiten des Internets auftauchten. Man kann Podcasts kaum besser beschreiben, als es die Gründer von truckercast.de selbst tun: "Ein Pod cast ist eine 'Tonbandaufnahme', die von den Produzenten aufgenommen wurde und kostenlos im Internet zum direkten Anhören oder Download zur Verfügung gestellt wird. Man könnte es auch 'gesprochenes Radio zum Mitmachen' nennen", erklärt Sebastian.

Bei Truckercast wird das "Tonband" von einem Team aus Berufskraftfahrern und Branchenkennern produziert. Da dieses Team rein ehrenamtlich und privat arbeitet, entsteht so im Normalfall alle 14 Tage eine neue Sendung- im Idealfall sonntags abends. Da werden dann Neuerungen, Trends, Erfahrungen und Informationen rund um Transport und Logistik besprochen."

EINFACH AUF DIE WEBSITE GEHEN UND SICH MIT EINEM KLICK EINWÄHLEN

Und so funktioniert es: Am einfachsten ist das direkte Anhören auf der Website. Einfach die Internetadresse www.truckercast.de in den Browser eingeben und das "Play"-Symbol auf der Startseite drücken. Schon beginnt die Sendung. Alternativ kann man jeden Podcast über den "Download"-Button unter dem Beitrag herunterladen und ihn dann auf dem PC abspeichern.

Für die Nutzung auf dem Handy oder Pad ist der einfachste Weg, über Itunes den Podcast zu abonnieren. Einfach in Itunes "Truckercast" suchen, dann auf die Schaltfläche "abonnieren" gehen, und schon wird jede aktuelle Folge auf dem Gerät unter Podcasts abgespeichert. Selbstverständlich funktioniert Itunes auch auf allen Android-Handys.

Noch bequemer geht es mit einer der im Netz angebotenen Podcatcher-Apps. Diese Apps laden den aktuellen Podcast automatisch herunter, sobald eine WLAN-Verbindung steht und speichern den Podcast ab. Dann kann er mobil gehört werden, ohne das Datenvolumen für mobile Downloads überzustrapazieren.

Der entscheidende Vorteil eines Podcasts ist die Verfügbarkeit. Hat man einen Beitrag einmal heruntergeladen, kann man ihn beliebig oft anhören und unabhängig von der Sendezeit auf die Beiträge reagieren. Ein zeitunabhängiges Radio also, im Prinzip eine Infoquelle als Beitrag zum Hören - ganz ohne Warteschleife, gebührenpflichtige Hotline und auch ganz ohne die übliche Werbebelästigung, die andere Download-Angebote oft ärgerlicherweise nach sich ziehen.

Simon meint zum Konzept: "Da wir aus eigener Erfahrung nur zu gut wissen, dass für LKW-Fahrer in den Radiosendern so gut wie nichts kommt, haben wir uns entschlossen, das selbst in die Hand zu nehmen. Denn wir glauben, dass du nur dann über Themen glaubhaft sprechen und diskutieren kannst, wenn du sie selbst jeden Tag erlebst". Und noch etwas Entscheidendes kommt hinzu: Truckercast.de ist kein Unternehmen, das auf Gewinne abzielt oder eine Rendite erwirtschaften muss. Der Sender ist eine rein private Initiative, die zum Ziel hat, für LKW-Fahrer eine Plattform zu schaffen, Themen anzusprechen, die in vielen anderen Medien - vor allem Radiosendern - zu kurz kommen und die aus erster Hand informiert. Sebastian ergänzt: "Wir betreiben unseren Sender mit einfachsten Mitteln und erstellen das Programm grundsätzlich in unserer knappen Freizeit. Aber es macht einen Riesen-Spaß und wir freuen uns sehr darüber, dass wir jetzt schon mehrere Tausend Stammhörer haben."

TRUCKER-LESER SIND WILLKOMMEN, BEI TRUCKERCAST MITZUMACHEN

Die beiden Gründer, Sebastian und Simon, sind LKW-Fahrer mit Leidenschaft. Sebastian arbeitet in der Verwaltung eines großen Logistikdienstleisters, Simon sitzt täglich am Steuer. Sie haben es sich zur Aufgabe gemacht, ein Mitmachradio zu schaffen, das von Folge zu Folge mehr Hörer bekommt. Dabei ist jeder Zuhörer ausdrücklich dazu eingeladen, eigene Beiträge zu liefern, Themen vorzuschlagen oder Fragen zu stellen, um dann im Forum eine Diskussion auszulösen.

Simon: "Wir wollen mit unseren Beiträgen in erster Linie Anstöße geben. Richtig gut ist ein Betrag erst dann, wenn er von möglichst vielen Zuhörern kommentiert wird!" Wie jede Plattform ist das erklärte Ziel, ein lebhaftes Forum zu schaffen, das informiert, Spaß macht und zu einem wirksamen Netzwerk wird. Das Programm bietet sinnvolle Inhalte, die von Fahrern für Fahrer gemacht werden und die genau die Themen ansprechen, die uns alle angehen.

Als besonderen Service haben Sebastian und Simon in einem "How-to-Podcast" noch einmal zum Anhören zusammengefasst, was hinter Truckercast.de steht und wie TRUCKER-Leser die Sendung empfangen und sich mit Beiträgen beteiligen können. Folgt einfach dem Link (siehe oben) und lasst Euch begeistern von einem Medium, das Ihr bestimmt in Zukunft regelmäßig gerne abruft. Christian Bonk

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