Fahrerdrama: "Endlich wieder ein Lichtblick!"

In der Ausgabe 7/13 berichtete der TRUCKER über Jörg Ballsiepers Unglück
© Foto: TRUCKER

LKW-Fahrer und "Highway Hero" Jörg Ballsieper war bei einem Verkehrsunfall schwer verletzt worden und rutschte in die Arbeitslosigkeit. Der Verein "Trucker in Not e.V." leistete Soforthilfe.


Datum:
12.12.2013
Autor:
Sabine Köstler

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Der TRUCKER hatte in Ausgabe 7/13 über Jörg Ballsieper berichtet: Der LKW-Fahrer war im Herbst 2010 als Notfallhelfer zum "Highway Hero" von Goodyear ernannt worden, erlitt jedoch ein Jahr später selbst einen schweren Verkehrsunfall und kämpft seither um seine Rehabilitation. Immer wieder gab es für den Familienvater Rückschläge zu verkraften; zuletzt ging es um die Frage, ob er angesichts seiner gesundheitlichen Probleme je wieder LKW fahren könne. Auch Jörgs Frau und Sohn litten unter den ständigen Anspannungen und dem Kampf gegen die Mühlen der Bürokratie.

Als der Verein "Trucker in Not e.V." von Jörg Ballsiepers Schicksal erfuhr, krempelte man im Wortsinn die Ärmel hoch. Die Familie war gerade dabei, in eine kleinere Wohnung in Hannover umzuziehen, als sie unbürokratische Hilfe erfuhr. Ein Möbelwagen mit mehreren Helfern rückte an, die Küche wurde ab- und wieder eingebaut, Teppiche und Laminat verlegt, Vorhänge gekauft. "Das war eine unglaubliche Hilfe", bedankt sich der Fahrer im Nachhinein bei dem Hilfsfonds, "und es hat uns wahnsinnig gutgetan, dass uns jemand zur Seite steht". Toll war auch, sagt er, dass alle "so gut drauf waren. Es kamen plötzlich immer mehr Helfer. Und jeder hat tatkräftig mit angepackt."

WOCHENLANGES BANGEN WEGEN DER KRAFTFAHRERBEURTEILUNG

Inzwischen hat sich in Jörgs Leben noch mehr getan. Er konnte die Adresse des dänischen Fahrers ausfindig machen, dem er im Herbst 2010 bei dem schweren Auffahrunfall vermutlich das Leben gerettet hat. Der Schwerverletzte hatte wochenlang im Krankenhaus gelegen und kämpfte lange um seine Gesundheit. Die beiden Männer haben telefoniert und wollen sich treffen.

Was Jörg aber vor allem freut, ist, dass er gerade eben das Ergebnis der geforderten "Neurologischen Kraftfahrerbeurteilung" bekommen hat. Der beurteilende TÜV gab grünes Licht, genauso wie der Amtsarzt! Jörg darf zukünftig wieder LKW fahren, Tagestouren, und ausschließlich mit Automatik. Nun müssen die Vorgaben in den Führerschein, der noch bei der Behörde liegt, eingetragen werden. Das Arbeitsamt prüft nun noch, ob es die Kosten für die bereits im Frühjahr begonnene Weiterbildung nach BKrFQG bezahlt. Jörg hatte die ersten drei Module auf Geheiß der Agentur absolviert, wurde dann aber telefonisch zurückgepfiffen, weil man befürchtete, dass die Kraftfahrerbeurteilung negativ ausfallen könne.

Der 44-Jährige freut sich jetzt darauf, bald wieder durchstarten zu können. Er und seine Familie sind auf dem Weg, wieder Fuß zu fassen, auch Sohnemann Leander fühlt sich in der neuen Schule wohl. Jörg Ballsieper: "Endlich wieder Licht am Ende des Tunnels!"

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