Jumbiläum bei HS-Schoch: Glänzende 25 Jahre

Familienunternehmen: Firmengründer Hermann Schoch (l.) mit Sohn und Geschäftsführer Marcel Schoch
© Foto: Jan Burgdorf

Seit 1991 steht der Name HS-Schoch vor allem für schmucke Anbauteile aus Edelstahl. Sein Jubiläum feiert der Hersteller mit einer Sonderedition.


Datum:
23.05.2016
Autor:
Jan Burgdorf

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Am Anfang standen beim Truckveredler HS-Schoch noch keine chromblitzenden Anbauteile, sondern ganz pragmatisches und verbrauchsreduzierendes Zubehör im Fokus. Spoiler, Dachschlafkabinen oder die damals bei den Lkw-Herstellern längst noch nicht selbstverständlichen Kunststoffseitenverkleidungen für Zugmaschinen bot das 1991 gegründete Unternehmen mit Sitz im schwäbischen Lauchheim an.

DIE KUNDEN VERLANGTEN NACH TUNINGTEILEN

"Schnell stellten wir aber einen wachsenden Bedarf an Design-Elementen fest, denn viele unserer Kunden wollten, dass sich ihre Trucks aus der Masse des Lkw-Einheitsbreis abheben," erklärt Marcel Schoch, der die Geschäftsführung des Unternehmens inzwischen von seinem Vater und Firmengründer Hermann Schoch übernommen hat. Damit war der Geschäftszweig geboren, für den der Name HS-Schoch bei Lkw-Fahrern am meisten steht: Schmucke Bullfänger, Dachbügel, Sidebars oder Alufelgen, bei deren Anblick mancher ins Schwärmen kommt.

In den letzten 25 Jahren hat sich HS-Schoch in diesem Metier - neudeutsch Truckstyling genannt - zum Marktführer entwickelt. Dieses Jubiläum nahmen die Truck-Veredler zum Anlass für eine Sonderedition. Das Besondere daran: Jeweils eine Zugmaschine von jedem der sieben großen Lkw-Hersteller wurde mit Schoch-Anbauteilen aufgemotzt. "Mit den Trucks wollen wir zeigen, was wir können und haben sie deshalb mit allem ausgestattet, was wir in den fünfundzwanzig Jahren entwickelt haben," erklärt ein sichtlich stolzer Marcel Schoch bei der offiziellen Präsentation der Fahrzeuge.

Soll heißen: Alle Zugmaschinen ziert vorne ein imposanter Bullfänger, oben ein Dachlampenbügel mit LED-Zusatzscheinwerfern von Hella und an der Seite ein Lowbar - selbstredend ebenfalls mit integrierten LEDs, die den Truck auch bei Dunkelheit zum Kunstwerk erstrahlen lassen.

AUFFÄLLIGE BEKLEBUNG UND VIEL EDELSTAHL-ZUBEHÖR

Abgerundet wird das Design von zusätzlichen Details wie Edelstahl-Trittstufen und auch die Felgen tragen glänzende Edelstahl-Abdeckungen. Grundlage der "25th-Anniversary-Edition" bildet eine auffällige Beklebung, für die HS-Schoch extra den Designer Lucca Tiede beauftragte. Der entwarf eine neonfarbene Klebefolie mit integriertem 25-Jahre-Schriftzug, die sich grell von der jeweiligen Lackierung der Zugmaschine abhebt.

Auffällig bei allen Fahrzeugen ist, wie harmonisch sich mittlerweile die Anbauteile in die Optik des jeweiligen Lkw-Modells einfügen. "Hier hat sich der Bereich Truck-Styling in den letzten fünfundzwanzig Jahren weiterentwickelt", weiß Marcel Schoch, "früher wurden einfach dicke Rohre an die Trucks geschraubt, heute müssen die Tuning-Teile der jeweiligen Linienführung der Lkw-Modelle folgen." Für jedes Modell entwickelt HS-Schoch eigene Teile. Besonders gut ist das beim Renault T zu erkennen, dessen Front eine zerklüftet gestaltete Optik aufweist, deren Formen der HS-Schoch-Bullfänger weiterspielt.

Dieser Aufwand ist sicher auch ein Grund dafür, dass HS-Schoch das Original Edelstahlzubehör für DAF, Iveco und Mercedes-Benz liefert und bei MAN, Volvo und Renault mit Original-Artikelnummer gelistet ist.

POLIERTES EDELSTAHL ODER HAMMERSCHLAG-OPTIK

Dass sich Styling auch mit praktischem Nutzen verbinden lässt, zeigt sich bei der Actros-Zugmaschine. Der Dreiachser ist für Einsätze im Schwertransportbereich gedacht, wo gelbe Rundumleuchten obligatorisch sind. Deren "Unterbringung" auf dem Dach haben die Schoch-Designer elegant gelöst, indem sie den Edelstahl-Dachbügel schwungvoll nach oben verlängerten und dadurch einen gefälligen Platz für die Warnleuchten schafften. Was nebenbei hässliche Bohrlöcher ins Hochdach des Mercedes überflüssig macht.

Alle Anbauteile werden aus V2A-Edelstahl gefertigt, der von Hand auf Hochglanz poliert wird. Steinschläge sollen den Teilen nichts anhaben können und nach einer ereignisreichen Arbeitswoche lässt sich der Edelstahl laut Hersteller ohne große Mühe mit etwas Politur wieder schnell auf Hochglanz bringen.

Oder man entscheidet sich alternativ für die sogenannte Hammerschlagoptik, über welche die Teile an der weißen Scania-Zugmaschine verfügen. Hier trägt der Bullfänger eine "antik-silberne" Pulverbeschichtung, die nach dem Austrocknen der Farbe eine netzartig strukturierte Oberfläche erzeugt. Wodurch der optische Eindruck einer von unzähligen Hammerschlägen bearbeiteten Oberfläche entsteht.

Aktuell haben die sechs Zugmaschinen vornehmlich einen Auftrag: Einfach schön zu sein und als Werbeträger für HS-Schoch zu fungieren. Wer die Trucks gerne mit eigenen Augen betrachten möchte, hat dazu beispielsweise beim Truck Grand Prix am Nürburgring auf dem Schoch-Stand Gelegenheit.

Dort gibt es übrigens auch Auskunft über die pragmatischen, zweckmäßigen Produkte des Unternehmens. Denn das bekannteste Produkt aus dem Hause HS-Schoch erfüllt keine optischen Zwecke, sondern als Palettenstaukasten "PK 3000" ganz praktische Aufgaben.

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