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Nordic Trophy: Skandinavische Träume

29.10.2018 08:00 Uhr
Nordic Trophy: Skandinavische Träume
Die große Neuheit der Nordic Trophy: Der Holzzug von Woodtrans
© Foto: Xavier Stefaniak

Ende August wurde der schwedische Sommer für Truckfans erst perfekt: Bei der 39. Nordic Trophy Truckshow schillerten die prächtigsten Lkw unter der nordischen Sonne um die Gunst des Publikums.

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An diesem letzten Samstag im August ist es endlich so weit: Am Südufer des schwedischen Vätternsees zittert der Erdboden, und ein dunkles, sattes Wummern liegt im Ohr. Ein Megatruck nach dem anderen rollt aufs Gelände, Skandinaviens Showtruck-Elite trifft sich am Rande der internationalen Elmia-Transportmesse, um ihre Kräfte zu messen.

Die Nordic Trophy ist das spektakulärste Trucktreffen der Region, sie ist aber auch international wegen der Güte der dort präsentierten Lkw ein Begriff. Die meisten Fahrzeuge stammen aus Schweden, Finnland und Dänemark, nur wenige Deutsche, Schweizer oder Holländer wagen den Grenzübertritt ins gelobte Land der Showtrucks.

114 Zugmaschinen, Kombinationen und Oldtimer geben sich die Ehre, und trotz des eher wechselhaften Wetters und einer im Vergleich zum Vorjahr reduzierten Ausstellungsfläche ist die Anziehungskraft auf das Publikum ungebrochen. Die Lkw-Besitzer haben in den vergangenen Monaten wieder viel investiert, um neben den Zuschauern auch die Jurys zu überzeugen und Punkte zu ergattern: Airbrush, Folie, Chrom, Leder, Lampen, Dioden, Gitter, Spezial-An- und -Aufbauten, Pipes, HiFi und Farben in allen Nuancen des Regenbogens.

DIE NORDLICHTER FAHREN SCHWERE GESCHÜTZE AUF

2018 war es jedoch wieder der Chef des finnischen Unternehmens "Kuljetus Auvinen", der absolut Lkw-verrückte Mika Auvinen, der alle anderen ausstach - und das im Gäu der nordischen V8-Boliden mit seinem deutschen Sechszylinder: Der gigantische lila-violettfarbene MB Actros 2663 "Lowrider" brachte ihm zum zweiten Mal in Folge den Sieg in der Meisterklasse. Mika hat die Nordic Trophy zum achten Mal gewonnen.

Eine Überraschung gab es dagegen auf Platz zwei: Das schwedische Unternehmen Woodtrans setzte sich hier mit einem klassisch gestylten, aber sehr imposanten Scania S 730-Holztransporter gegen die Nummer drei durch. Dieser Platz gebührte Mikas Konkurrenten (tatsächlich sind die beiden Männer gut befreundet) Juha Ristimaa, dessen Scania S 580 Firebird schon im Vorjahr einer der Lieblinge der Zuschauer war.

AUCH DIE SPEZIAL-AUFBAUTEN HABEN HIER VIELE FANS

Die Besucher bekamen neben den bekannten auch etliche neu aufgebaute Lkw zu sehen. Vor allem in den Spezialklassen, in der Baufahrzeuge und Lkw mit Spezial-Aufbauten (Vieh- oder Holztransporter, Tankwagen, Kranaufbauten etc.) gezeigt werden.

Leider war es im Vorfeld zu einigen Missstimmigkeiten gekommen, auch von Vetternwirtschaft war die Rede. Einige bereits registrierte Teilnehmer entschieden sich dann dazu, die Trophy zu boykottieren. Das ärgerte manchen weit angereisten Zuschauer, zumal durch die geringere Anzahl auch die Qualität der präsentierten Lastwagen reduziert war. Doch sobald sich die Regenwolken verzogen, war das vergessen. Die vom Regen frisch gewaschenen Boliden schillerten und leuchteten in allen Farben, und die aus allen Ecken aufsteigende Musik der V8-Motoren hob ganz schnell die allgemeine Stimmung. Die nächste Nordic Trophy am 30. und 31. August 2019 steht bei den meisten Fans und Truck-Verrückten bereits fest im Terminkalender. Xavier Stefaniak

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