Rallye Dakar: Kamaz bleibt unbesiegbar

Fliegend zum Sieg: Obwohl die Race-Trucks bei 140 km/h abregeln, geht die Bodenhaftung schon mal verloren
© Foto: Kamaz-Master-Team

Das russische Team dominierte erneut die Truckwertung bei der Dakar.


Datum:
09.03.2015
Autor:
Jan Burgdorf

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Dieses Mal musste es einfach gelingen! Keine Kosten und Mühen hatte das von Iveco unterstützte De-Rooy-Team gescheut. Die Rallye-Boliden wurden nochmals überarbeitet und vor allem ein zweiter der imposanten Torpedo-Hauber aufgebaut. Dieser, vom Niederländer Hans Stacey gesteuert, sollte Team-Leiter Gerard De Rooy den Rücken freihalten, ihm Schützenhilfe gegen die erfolgsgewohnte Armada des Kamaz-Werksteams leisten. Mit dieser Strategie hofften die Niederländer, ihren Erfolg von 2012 wiederholen zu können, als man erstmals die seit 2009 andauernde Siegesserie von Kamaz aufbrach.

Doch erstens kommt bekanntlich alles anders und zweitens als man denkt. Denn neben einer arkribischen Vorbereitung gehört zum Rallye-Sport eben auch das letzte Quäntchen Glück.

EIN DEFEKTES DIFFERENZIAL BEENDET ALLE SIEGES-CHANCEN

Und genau das verließ Gerard De Rooy bereits auf der vierten Etappe. Bis dahin lag der 34-Jährige noch auf Rang sieben mit im Rallyesport vernachlässigbaren zehn Minuten Rückstand.

An einer extrem gefährlichen Stelle versagte dann aber das Hinterachs-Differenzial seines 950 PS starken Trucks. Eine selbstständige Reparatur war unmöglich, die Besatzung musste auf den Service-Truck warten. Fünfeinhalb Stunden kostete der Defekt und damit auch die Ambitionen auf den Gesamtsieg. Ab da war die Frage nicht mehr ob, sondern nur welcher der insgesamt vier Kamaz - deren 850 PS starke Motoren übrigens in Zusammenarbeit mit Liebherr entstanden - sich den Gesamtsieg holen würde.

Ein team-interner Wettkampf begann. Bei dem auch längst nicht alles nach Plan lief: Der lange Zeit Führende Eduard Nikolaev verlor viel Zeit durch einen geplatzten Turbolader, wurde aber trotzdem noch zweiter auf der insgesamt 9000 Kilometer langen Rallye, hinter seinem Teamkollegen Airat Mardeev. Platz eins, zwei und drei gingen somit an Kamaz. Den vierten Rang erkämpfte übrigens der tschechische Privatfahrer Ales Loprais mit seinem 700-PS-MAN.

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