Showtruck Volvo FH: Ghost Rider

Am Tag vollführt dert Ghost Rider Stunts auf seiner Jobber, nachts fährt er im Auftrag des Teufels
© Foto: Xavier Stefaniak

Als Kopfgeldjäger jagt der "Ghost Rider" Seelen für die Hölle. Flammend heiß ist auch der Volvo von Ludovic Gombosc.


Datum:
21.08.2018
Autor:
Redaktion TRUCKER

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Anfang der 1980er-Jahre beginnt die noch junge, aber bereits legendäre Geschichte des Lkw-Designs in Frankreich. Auch wenn andere Länder wie England, Schweden und die Niederlande damals einen kleinen künstlerischen Vorsprung hatten, hat Frankreich es mit Entschlossenheit geschafft, die bunte Welt der Showtrucks für sich zu erobern.

In den Anfängen der Lkw-Gestaltung drehte sich dabei meist alles um Pin-up-Girls, den Wilden Westen oder die vergangenen Sternstunden Amerikas.

SCHWARZE SHOWTRUCKS ALS MARKENZEICHEN

Vor allem die Bilder von nackten Frauen hatten dank der Fertigkeiten der damaligen Künstler Anfang der 80er-Jahre ihren Höhepunkt. Schon bald jedoch wurden sie aufgrund des negativen Images, das sie auf den Straßen vermitteln, und der Wirkung dieser mobilen Kunstwerke mit viel nackter Haut auf die Fahrer von anderen farbenfrohen Motiven abgelöst.

Fortan beherrschen allgemeinere Themen die Welt der französischen Showtrucks: Kinostars, geschichtliche Ereignisse oder, wie bei dem fantastischen Gespann von Ludovic Gombosc, ein amerikanischer Blockbuster.

Ludovic aus dem 45 Autominuten südöstlich von Lyon gelegenen Örtchen Diémoz begeistert sich seit jeher für schwere Transporter. In seiner Kindheit hat er, so erzählt er, immer die Lkw betrachtet, die am elterlichen Haus vorbeifuhren. Die Leidenschaft für Lkw ist jedoch nicht einfach so entstanden, sondern wurde dem Franzosen quasi in die Wiege gelegt. Gomboscs Vater war Geschäftsführer eines kleinen Unternehmens, das damals auf Kraftstofftransporte spezialisiert war.

1987 erwirbt Ludovic 50 Prozent der Geschäftsanteile und wagt schon bald eine Erweiterung des Kundenstamms, sodass künftig auch Gefahrstoffe, Feuerwerkskörper, Explosivstoffe und sogar Waffen für die französische Armee durch weite Teile Europas transportiert werden. 2008 kauft er die Anteile seines Vaters und wird alleiniger Geschäftsführer.

Mittlerweile zählt das Unternehmen elf Lkw, die in ganz Frankreich und Europa unterwegs sind. Schon durch ihre tiefschwarze Farbe stechen die Lkw von Ludovic Gombosc sofort ins Auge. Doch er entschied sich für eine weitere, ganz persönliche Visitenkarte und lässt jeden neuen Truck individuell lackieren.

NACHTS WIRD DER GHOST RIDER ZU SATANS HELFER

Der neueste Lkw im Fuhrpark von Ludovic ist ein 540 PS starker Volvo FH aus dem Jahr 2018 mit einem Tanksattelauflieger der Marke Maisonneuve mit 38.000 Litern Fassungsvermögen. Nachdem das Gespann in der Lackiererei Mazas-Stingre seine Grundierung erhalten hat, geht es weiter zu Jean Claude Violy, einem wahren Airbrush-Künstler aus Lyon.

Wie bei jedem der Fahrzeuge sucht sich der Fahrer das Thema selbst aus. Patrick, Fahrer des neuen FH, hat sich für "Ghost Rider" entschieden, einer Comicverfilmung aus dem Jahr 2007 von Mark Steven Johnson. Die Geschichte des Blockbusters, in dessen Hauptrolle der US-Schauspieler Nicolas Cage zu sehen ist, lässt sich wie folgt zusammenfassen: Weil er einen Pakt mit dem Teufel eingegangen ist, wird ein berühmter Stuntman in jeder Nacht zum bewaffneten Arm des Fürsten der Finsternis, dessen unheilvoller Sohn mit einer Gang gefallener Engel die Herrschaft an sich reißen will. Am Tag übersteht er als Stuntman lebensgefährliche Unfälle, nach Sonnenuntergang wird er zum Ghost Rider. Für die Liebe bleibt keine Zeit.

An den Seiten der Fahrerkabine des Volvo und auf dem Tankauflieger sind nun markante Szenen aus dem Film zu sehen. Das feurige Gesamtkunstwerk ist wirklich gelungen und kommt auf dem brillanten Schwarz besonders gut zur Geltung. Xavier Stefaniak

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