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Treffen der Unimog-Freunde: Schwarzwälder Pirsch

14.09.2015 08:00 Uhr
Treffen der Unimog-Freunde: Schwarzwälder Pirsch
Gernot Längle im U 411 und Christian Henninger mit einem Büssing LU 11 K
© Foto: Gerlach Fronemann

Alle zwei Jahre laden die Unimog-Freunde Schwarzwald-Baar ein, auf Tuchfühlung mit dem "Mog" zu gehen.

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Wir haben auf dem Campingplatz Leute mit ihren Unimog getroffen. Die wollten zu diesem Treffen. Das hat uns interessiert!" Familie Roth ist eine von vielen, die an diesem Wochenende im Steinbruch nahe Marbach die aufgereihten Fahrzeuge begutachten, die Geländevorführungen beobachten oder mitfahren. Vater Roth ist kein ausgewiesener "Mog"-Fan, kennt aber dessen Qualitäten: "Wir waren 2003 mit Motorrädern in der Wüste. Das Begleitfahrzeug damals war ein Unimog."

Eingeladen haben die Unimog-Freunde Schwarzwald-Baar, eine Regionalgruppe des Unimog-Club-Gaggenau. Die beiden Vorsitzenden Richard Koch und Alexander Hinz und Beisitzer Wolfgang Preiß haben mit den Vereinsmitgliedern wieder ein großartiges Programm auf die Beine gestellt. Da sind Unimog aller Jahrgänge aufgereiht; fortwährend treffen am Samstag weitere ein. Ein Forstunternehmer hat auf seinem Paradestück ein mobiles Sägewerk mitgebracht und führt es vor. Einige alte Traktoren und eine Fahr Landmaschine sind auch zu sehen.

Konrad und Hildegard Reinhard sind mit einem Typ 421 von 1964 aus Eschbach bei Waldshut gekommen: "Wir gehören zu den Unimog-Freunden Unteralpfen. Gestern haben wir in Bad Ripoldsau gezeltet und bleiben bis Sonntag hier." Manchmal macht das Ehepaar auch mit Unimog-Freunden von beiden Seiten der Grenze zur Schweiz Aus- und Passfahrten. Tatsächlich sind auch Liebhaber der gedrungenen Allrad aus der Schweiz und Österreich angereist. So ist Gernot Längle aus Vorarlberg mit seinem im Originalzustand belassenen U 411 angetuckert. Der TRUCKER trifft ihn und den zehnjährigen Sohn Maximilian neben dem Büssing Commodore von Christian Henninger, einem Unterflurkipper von 1961.

STEINBRUCHBESITZER STORZ HAT DIE UNIMOG-FREUNDE UNTERSTÜTZT

Die Organisatoren haben auch selbst einiges aufgefahren. "Möglich ist das nur dank der Unterstützung durch die Tuttlinger Bauunternehmung Storz, die den Steinbruch betreibt", bedankt sich Wolfgang Preiß. Auch ein achtachsiger Scheuerle-Tieflader ist gesponsert, "von Wacker in Filderstadt, mit neuem Mercedes SLT 8x4 samt Begleitfahrzeug". Ein Caterpillar-Knicklenker, ein Muldenkipper und ein 90-Tonnenbagger stehen auf Kiesbergen. Mehrmals führen Clubmitglieder die Verladung des schweren Baggers auf den Tieflader vor. Staunend beobachten die Zuschauer das Auseinanderfahren und erneute Zusammenkuppeln von Tieflader und SLT.

Doch Festhöhepunkt bleiben die zur Anfangszeit mit einem Ochsenkopf verzierten Unimog: die urtümlich eckigen mit umlegbarer Frontscheibe, solche mit runden Formen und geschlossener Kabine oder Stoffverdeck aus den Sechzigern bis Achtzigern, schwere Ausführungen mit mächtigen Rädern und Reifenprofilen aus den Achtzigern oder die neuen, wieder etwas kompakteren mit für beste Sicht seitlich abgesenkter Motorhaube. Dokumenten- und Ersatzteil-Jäger umringen mit Argusaugen die Stände einschlägiger Anbieter. Roger Südermann aus dem Allgäu schwenkt glücklich ein Heft: "Ich habe eine Teileliste für den U 404 ergattert!"

Derweil klammern sich Mitfahrende an Griffe, Türen oder Sitze, während die Unimog-Besitzer sie in Schräglage durch Gräben oder über steile Erdhügel karren. Andere steigen auf den "Hochsitz": Den Personenkorb des von Scherzinger bereitgestellten Krans lässt sich auf 25 Meter Höhe schrauben und bietet den besten Blick auf das Geschehen. Gerlach Fronemann

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