Truck-Grand-Prix 2014: Ein Hoch auf euch!

Trotz der Hitze traten jeden Tag mehr als hundert kräftige Kerle zum Pullen an
© Foto: Redaktion TRUCKER

Es kochte in der Eifel: Die WM-Feierlaune schwappte an den TGP, die Besucher feierten ein heißes Wochenende.


Datum:
08.08.2014
Autor:
Redaktion TRUCKER

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Was heißt "TGP" ausgeschrieben? Ganz einfach: Toll! Gigantisch! Perfekt! Ein rundum gelungenes Festival mit riesen Partystimmung, heißen Reifen, super Show-Acts und gigantischem Feuerwerk.

Dem 29. Truck Grand Prix in der Eifel war der Wettergott gnädig gesonnen. Temperaturen über 30 Grad machten Truck-Race und Festival zu einer äußerst heißen Sache. Die dieseldunstgeschwängerte Luft über dem Asphalt im Infield wurde zum Glück immer wieder von einer frischen Brise durchlüftet. Gut "behütet" schlenderten die Besucher durch den Paddock und die Gassen mit den Industrie-Ständen. Ganz schön ins Schwitzen kam auch die TRUCKER-Crew, die dreimal pro Tag das legendäre Truck Pulling veranstaltete und jeweils 500 Euro in bar (von Independence gespendet) unter den Teilnehmern "verjubelte". In unter sieben Sekunden zogen die Tagesbesten den auf 3,5 Tonnen ausgeladenen, brandneuen Iveco Daily die rund zehn Meter bis zum Ziel - angefeuert vom Team und unserem Moderator Hannes Hoch.

PHANTASTISCHES WETTER, AUSGELASSENE STIMMUNG

Schlange standen unsere Besucher am Samstag bei den Autogrammstunden von Tom Astor und Dagmar Lay D. Die "Countrylady" beendet nach 22 Jahren Nürburgring ihr Engagement in der Eifel und gab ihr letztes Konzert: "Jetzt, wo es so weit ist, kommt Wehmut hoch", gestand sie dem TRUCKER ob ihrer Entscheidung. "Es waren so viele schöne Jahre, Begegnungen und Erlebnisse."

Das ist es, was den Nürburgring immer wieder zum Anziehungspunkt macht (diesmal kamen rund 170.000 Zuschauer): Die phantastische Stimmung, das Zusammentreffen und ausgelassene Feiern mit Freunden und Kollegen im Camp, zwischen LKW-Oldies oder inmitten der neuesten, hochglanzpolierten Trucks, die die Müllenbachschleife säumten. Es ist einzigartig, abends durch das Spalier zu flanieren, beschienen von LKW-Lichtern, begleitet vom Hupen, von Partyklängen und der Musik der Showbands.

Diesmal war Jupiter Jones eines der Highlights der Show-Acts. Die vier Jungs aus der Eifel gaben ein bejubeltes, starkes "Heimkonzert". Mit Ann Doka, den Lennerockers und Sawyer war der Freitag der Rock-/Pop-Abend. Am Samstag gaben sich traditionell die Countrystars wieder die Hand, ein Musik-Genre, das vom Ring nicht wegzudenken ist und viele treue Fans hat.

DIE FUSSBALLWELTMEISTERSCHAFTS-FEIERLAUNE SCHWAPPTE IN DIE EIFEL

Der ADAC-Mittelrhein war fast "ausverkauft", so viele Hersteller, Zulieferer, Spediteure und Marketender waren diesmal da. Die breiteten ihr Angebot auf 24.000 Quadratmetern aus. Highlights waren die neuen Trucks: Renault T, Actros SLT, der Volvo FH mit DSG-Getriebe oder der MAN mit dem neuen 15,2-l-Motor. Tausendfach fotografiert wurde aber der "WM-Truck", ein Actros 1863 mit abgesägtem Krone-Auflieger, das Taxi der WM-Mannschaft in Berlin. Viele Fußballfans standen ehrfürchtig auf dem grünen (Kunst-)Rasen - und sangen am Samstagnacht inbrünstig das diesjährige WM-Feuerwerksmotto mit: "Ein Hoch auf uuuns, auf dieses Leeeheben, ein Hoch ..." SK

Sommertrends aus der Eifel

Hitzewelle? Ach, da fand sich schon ein kühles Plätzchen. Sei es beim Plantschen in einem Riesenbottich auf dem Auflieger oder beim Relaxen im Schatten unterm "Independence Bus". Begehrt war die Wasserfontäne am TRUCKER-Stand, wo Redakteur Martin Orthuber im wahrsten Sinne des Wortes aufgedreht hatte. Und die pfiffigen Jungs auf dem Bild unten hockten lässig in ihrem gefüllten Absetz-Container. Coole Sache!

LKW-DUO IN DER MÜLLENBACHSCHLEIFE

Ein Mini-Actros begeistert den Sohnemann

Keine Schnapsidee, sondern eine "Bieridee" hatten Michael Schneider und seine Kumpels, als sie vor dem TGP einmal "bei dem ein oder anderen Bierchen" zusammensaßen. "Dein Junior", meinte einer, "braucht für'n Ring auch ´nen LKW!" Eine kurze Internet-Recherche sowie eine 120 Kilometer lange Fahrt nach Köln und zurück und das Defizit war ausgeräumt. Für 280 Euro hatte Michael einen elektrischen Mini-Mercedes-SK erstanden. Doch es fehlten noch einige Details, damit der Sohn mit dem Papa im "Partnerlook" durch die Müllenbachschleife sausen konnte. Zunächst lackierten Michael und seine Kumpanen das Elektro-Auto im selben Blauton wie den Großen. Dann folgten ein Lampenbügel sowie Klebefolien mit dem Firmenschriftzug Schneider Recycling. Damit nicht genug: Im nächsten Jahr soll sich der dreijährige Aleandro über Leder im Inneren, eine größere Batterie, ein Nummernschild sowie echtes Licht freuen dürfen. Wahrlich keine Schnapsidee, Papa!

IVECO TURBOSTAR YOUNGTIMER

600 PS, Halbautomatik und eine ereignisreiche Geschichte

Nur wenige Ivecos werden von ihren Besitzern über die Zeit gerettet. Eine Ausnahme ist Hans-Werner Wiegenstein, der mit seinem Turbostar zum TGP kam. Originale 184.000 Kilometer hat der 1990 zugelassene Youngtimer erst auf dem Tacho. Schließlich stellte Iveco die Zugmaschine in den 90er-Jahren der "Mr.-Trucker-Kinderhilfe" zur Verfügung, die mit dem Turbostar vorrangig Hilfstransporte ins vom Atomunfall verseuchte Tschernobyl durchführte. Für den humanitären Einsatz wurde der Iveco mächtig "gepimpt": Statt der originalen 476 PS wuchtet der 17 Liter große V8 satte 600 Pferdestärken an die Hinterachse. Zusätzlich spendierten die Italiener die damals seltene, halbautomatische SAMT-Schaltung von Eaton sowie Sonderlackierung, Bullenfänger, Chromstoßstange, hochgezogene Auspuffe und tauften den Iveco auf den Namen Saphir. "Ich habe das Fahrzeug durch Zufall im Internet gefunden und sofort zugegriffen," berichtet der stolze Besitzer. Und Hans-Werner will mit dem Saphir samt Wohnauflieger noch manches Festival und Formel-1-Rennen ansteuern.

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