Truck-Grand-Prix 2015: Immer unter Freunden

ARAL-Marketing-Chef Thomas Römermann versorgt die Fahrer mit Frühstück
© Foto: Redaktion TRUCKER

114.000 Besucher an drei Tagen. 24 Stunden Party. Mehr als 1000 Lkw. Volles Programm im Fahrerlager, auf der Rennstrecke und in der Müllenbachschleife.


Datum:
14.07.2015
Autor:
Martin Orthuber

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Booaahh, Kaffee und Red Bull, das kommt echt geil." - Es dauert, bis die Truckerin in der Müllenbachschleife am Samstagmorgen um halb zehn die Fahrertür öffnet, und es dauert noch mal, bis sie versteht, was Thomas Römermann von ihr will. - Er will nichts von ihr. Er bringt.

Römermann ist Marketing-Chef von ARAL. Er ist zusammen mit Gerhard Grünig, Chefredakteur des TRUCKER, in die Müllenbachschleife gekommen. Die beiden haben ihre Crew dabei und zwei Transporter voller Kaffee, Energy-Drinks und Salami. Das TRUCKER-ARAL-Team hat sich vorgenommen, die Bewohner des Müllenbach-Camps aufzuwecken und ihnen Starthilfe in den sonnigen zweiten Tag des Truck-Grand-Prix zu geben. Zunächst scheint das nicht so leicht. Die Nacht in der Müllenbachschleife war lang ...

Freitag um halb sieben fängt Lisa-Marie Fischer an, die Gäste in Stimmung zu bringen, während viele gerade erst anreisen nach einem langen Arbeitstag auf der Autobahn, Josef Foisner seine erste Jause einnimmt, andere schon seit Donnerstag da sind und die zweite Partynacht vor sich haben. Bis zwei Uhr früh spielen Tom Beck, Mrs. Greenbird und Big Dig auf der großen Open-Air-Bühne. Im Roadhouse heizt die Mega Band ein, bis sich der letzte Tänzer erschöpft auf den Weg zu seinem Truck oder Schlafsack macht. Spätestens der Absacker an der eigenen Bar im Auflieger oder auf der Bierbank des Nachbarn verdient seinen Namen.

Das Frühstücksteam verteilt zunächst an die wenigen "Frühaufsteher", die ihre Morgentoilette hinter sich haben, klopft an Fahrerhaustüren und findet einige halb oder ganz Schlafende in den Camps hinter den Aufliegern.

DIE MORGENDLICHE STARTHILFE WIRKT

Auf immer mehr verschlafenen Gesichtern regt sich ein Lächeln. Nach dem ersten Schluck Kaffee kommt die Stimme zurück: "Danke! - Das ist echt spitze!" Die Sonne trägt ihren Teil bei, um schlafende und müde Trucker wachzukitzeln. Eine halbe Stunde später hat das Team alle Hände voll zu tun, den Guten-Morgen-Gruß direkt aus den Transportern zu verteilen. Der zweite Tag hat begonnen. Und die ersten Gegeneinladungen bleiben nicht aus: "Sophia," - so viel verrät das Namensschild - "bleib doch noch da und trink ein Bier mit uns."

WARM-UP AUF DER STRECKE UND IM FAHRERLAGER

Während die Müllenbachschleife langsam zu sich kommt, wärmen sich Race-Trucks und X-Bows auf der Rennstrecke auf. Rok Bagoros versetzt das Publikum auf den Tribünen mit seiner Motorbike-Stuntshow in Staunen und das erste Rennen der European Championship startet mit der Einführungsrunde.

Am Stand des TRUCKER im Fahrerlager ist gerade das erste Truck-Pulling zu Ende gegangen. Die Bestzeit des Vortags hat niemand erreicht. Das überrascht nicht: Der Samstagmorgen ist auch hier das Aufwärmen. Die Gäste lassen es ruhig angehen. Anstatt sich einen Preis zu erkämpfen, schnappen sie sich lieber eine der nietenfreien TRUCKER-Gewinnboxen, einen erfrischenden Apfel von Uta oder einen Fußball von Schmitz-Cargobull. Gelegenheit für Action gibt es noch genügend. Die 500 Euro von Independence Cigars als Tagespreis beim Truck-Pulling kann man auch noch später holen.

Der für Mittag angekündigte Regen bleibt aus. Die Temperatur ist gerade recht für einen Bummel über den Mercedes-Stand, an den Paddocks entlang zu Krone, DKV, Volvo, Renault, HS-Schoch, Goodyear und MAN - 70 Aussteller sind vertreten. Hier gibt's ein Schlüsselband, dort einen 30-Jahre-Truck-Grand-Prix-Cowboyhut. Fast die ganze Nutzfahrzeugbranche ist da, feiert sich selbst und feiert miteinander, teils seit Donnerstag. Während an den Ständen noch geschraubt und gehämmert wird, treffen sich die ersten Besucher bereits zum Wiedersehen. "Donnerstag ist der beste Tag. Da treffen wir uns jedes Jahr hier mit den Kollegen aus dem Vorjahr", erzählt Peter und gibt eine Runde Kaffee aus.

FEUERWERK AM SAMSTAG DARF MAN NICHT VERPASSEN

Peter und seine Freunde stehen mit ihren Trucks im Camp B3. Ihnen gefällt es dort besser als in der Müllenbachschleife, weil es nicht ganz so laut ist wie direkt neben der Bühne. Nur am Samstagabend ist Müllenbachschleife Pflicht, erklärt der Ring-Profi, wegen des Feuerwerks.

Timo und Janine vom ADAC Mittelrhein bestätigen das. Sie sind zuständig für die Organisation des Festivals und etliches mehr. "Wir haben hier schon alles Mögliche ausprobiert, um den besten Platz fürs Feuerwerk zu finden", erklären die beiden übereinstimmend. Nichts überbietet die Müllenbachschleife: Hunderte bunt und elegant leuchtende, hornblasende Trucks, tausende feiernde Truck- und Trucker-Freunde. Zwanzig Minuten Feuerwerk, aus allen Himmelsrichtungen ... Und dann das leuchtende Motto ...

Seit Tagen wird gerätselt, wie der Leitspruch des Jahres auf der großen Leuchttafel dieses Jahr lauten mag. "Ein Hoch auf uns", "Freunde bleiben", "Ring on Fire" - alles da gewesen. "30 Jahre Truck-Grand-Prix" - langweilig. "Bussi aufs Bauchi" - lächerlich. Eines aber hat der Truck-Grand-Prix gezeigt, was für alle gilt, die miteinander feiern und füreinander da sind: "You'll never walk alone".

HASHTAG


#Truck-Grand-Prix

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