Reiniger im Test: Sauber, sauber!

An zwei Trucks und einem Pkw wurde der Reiniger getestet
© Foto: Daniela Kampschulte

Ein Reiniger, der den Lkw ohne großes Schrubben auf Hochglanz bringt? Schön wär's. TRUCKER- Bloggerin Daniela Kampschulte hat ihn getestet.


Datum:
16.12.2016
Autor:
Redaktion TRUCKER

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Aus der Stadt, die es nicht gibt, Bielefeld, bekam ich ein Paket mit einem Haftreiniger, den man einfach nur aufsprühen und einwirken lässt und der quasi den Dreck von ganz allein löst.

Mein erster Gedanke: "Und das soll funktionieren?" Ich war skeptisch, aber nun war auch mein Interesse geweckt. Bewaffnet mit dem Reiniger, zwei Männern, zwei Lastwagen von Röcher Transporte und meinem kleinen Nissan Micra habe ich einen Samstag damit verbracht, diesen Reiniger auf Herz und Nieren zu testen.

Da das Wetter nicht gerade "waschfreundlich" war - es hatte die ganze Nacht und über den frühen Morgen geregnet - war unsere Sorge, ob der Reiniger dennoch so haften würde wie in der Produktbeschreibung angegeben. Aber versuchen mussten wir es. Damit wir die Fahrzeuge wenigstens halbwegs trocken eingesprüht bekommen würden, haben wir sie in eine Halle auf dem Firmengelände von Röcher und Hornbach gefahren. Nass waren sie zwar trotzdem, aber immerhin würde es nicht noch dauernd draufregnen. In dem Paket enthalten war neben drei kleinen Sprühflaschen zu je 500 ml mit dem Reiniger auch eine Pump-Sprühflasche, wie man sie aus dem Garten kennt. Da der Reiniger aber gelartig ist, waren wir uns schnell einig, dass wir doch lieber auf Druckluft zurückgreifen wollten. Gesagt, getan. Druckluftschlauch an einen der Lkw angeschlossen, Airbrush-Sprühkopf drauf und schon konnte es losgehen.

Während mein Mann Frank zusammen mit unserem Freund Michael Matz ihre Lkw per Druckluft einsprühten, schnappte ich mir eine der kleinen 500-ml-Flaschen und schäumte meinen Micra ein. Leider war der Sprühkopf der kleinen Flasche sehr schnell mit der gelartigen Konsistenz des Reinigers überfordert und trug ihn deswegen recht punktuell auf. Was bei meinem Pkw nicht weiter schlimm war, er ist ja nicht sooo groß - bei einem Lkw wäre das eher unpraktisch. Wobei diese kleine Flasche eher für den Gebrauch zwischendurch geeignet ist, für kleinere Flächen wie Spiegel, Fenster etc. Für meinen Pkw war es okay.

Mit meinem Testobjekt fertig, bin ich dann den Männern zur Hand gegangen. Zu dritt waren die Lastwagen in gut einer Stunde komplett mit dem Reiniger überzogen.

EIN VORSICHTIGER ERSTER MINITEST BRINGT EIN ERSTAUNLICHES ERGEBNIS

Wenn man über den getrockneten Reiniger streicht, merkt man, dass er ziemlich klebrig ist. Irgendwie eklig, aber genau das soll ja die Wirkung ausmachen: auf den Flächen haften und unter den Dreck kriechen und ihn lösen. Naja, so ganz waren wir dann noch nicht überzeugt.

Was uns allerdings überzeugt hat, war, dass, obwohl alle Fahrzeuge vom Regen nass waren, der Reiniger optimal haftete und auch nicht herabtropfte. Tolle Sache! Zwischenzeitlich war der Reiniger am ersten Lkw schon soweit eingetrocknet, dass wir doch neugierig wurden, ob er denn nun auch so reinigen würde wie versprochen. Mein Mann rieb mit dem Finger über eine besonders dreckige Stelle (s. oben). Das, was darunter zum Vorschein kam, war eine Überraschung. Wow! Sollte das Endergebnis so ausfallen, dann würde uns der Reiniger mit Sicherheit überzeugen.

Draußen ging es dann ans große Waschen. Mit Leiter, Hochdruckreiniger, Wasserschlauch, Eimer und Schwamm bewaffnet ging es an Teil zwei des Tests. Leider war es nicht damit getan, den Reiniger "einfach nur" abzuspülen. Trotz Einsatz des Hochdruckreinigers wurde nicht die Wirkung erzielt, die wir erhofft hatten. Was aber soweit nicht schlimm war. Wir hatten ja Zeit.

Zum Entfernen des Reinigers inklusive des Drecks haben wir die Fahrzeuge komplett nass gemacht und sind nach guter alter Sitte mit dem Schwamm ans Werk.

Jede Ecke, jede Kante - die Dächer der Lkw hatten es besonders nötig - wurde bearbeitet und gereinigt. Mit jedem Wisch kam immer mehr Dreck von den Fahrzeugen. Ohne groß "schrubben" und "scheuern", einfach mit dem Schwamm drüber und schon war es sauber. Langsam, aber sicher war unsere anfängliche Skepsis verflogen und wir waren von dem Reiniger restlos überzeugt.

Ich meine, wir hatten zwar nach der Beschreibung des Herstellers mit einem guten Ergebnis gerechnet, aber dass selbst der sehr beanspruchte Lack des Scania meines Mannes so sauber und wieder ansehnlich wurde, das hatten wir nicht erwartet. Selbst mein Micra, der dieses Jahr erst zwei Wäschen über sich ergehen lassen musste und dementsprechend dreckig war, wurde wieder blitzeblank. Sogar die schmutzigsten Ecken sahen fast aus wie neu.

Mit der mitgelieferten Pump-Sprüh-Flasche hätte der Reiniger nicht so fein und sparsam aufgetragen werden können, wie es am besten ist. Deswegen würde ich hier eher Druckluft und eine Airbrush-Pistole empfehlen. Wobei das für uns Kraftfahrer kein größerer Aufwand ist, da ja jeder Lkw einen externen Druckluftanschluss besitzt. Und einen Schlauch mit dem Aufsatz bekommt man eigentlich überall unter.

DAS FAZIT UNSERER WASCHAKTION IST EIN EINSTIMMIGES "DAUMEN HOCH"

Wie viel Reiniger haben wir verbraucht? Für die beiden Lkw plus einen Pkw benötigten wir circa drei Liter. Ohne die Druckluft-Sprühung wären es wahrscheinlich einige Liter mehr gewesen. Das Auftragen war einfach, ohne Tropfen und Schmieren. Der Reiniger trocknet recht schnell an und bildet einen klebrigen Film auf der zu reinigenden Fläche.

Das Abwaschen nur mit dem Schlauch oder Hochdruckreiniger ist nicht gewährleistet, man benötigt schon eine Bürste oder einen Schwamm. Aber hier muss ich dazu sagen, dass man dem einfach vorbeugen kann, indem man den Reiniger einfach vor dem Besuch der nächsten Waschstraße oder der Waschbürste auf dem Hof aufsprüht und nach dem Antrocknen waschen lässt. Der Effekt ist dann der gleiche wie bei der Handwäsche.

Das Ergebnis unserer Waschaktion hat uns drei vollkommen überzeugt und wir werden den Reiniger definitiv auch in Zukunft verwenden. Wir sind uns einig: Jeder von uns hat schon diverse Reiniger ausprobiert, die alle das beste Ergebnis angepriesen haben, aber bis jetzt waren wir nie überzeugt. Seit unserer Waschaktion aber haben wir unseren Reiniger gefunden. Kurz und bündig das Fazit: TOP und eine eindeutige Empfehlung meinerseits! Daniela Kampschulte

Der Reiniger

Spray'N Go von Clean2Go wird einfach auf die zu säubernde Fläche aufgetragen. Er haftet und tropft - selbst über Kopf - nicht. Die Wirkung wird vom Hersteller beschrieben mit "Die dynamischen Molekular-Strukturen des Gels unterwandern die Schmutzschicht und lösen sie in winzigen Fragmenten vom Untergrund ab. - Schafft porentiefe Sauberkeit auch da, wo Schwamm oder Putztuch kaum hinkommen - Löst Fett und Schmutz fast von allein. Vergessen Sie übliche flüssige Sprühreiniger, die meist ohne großen Effekt ablaufen. Das Sprühgel dieses Profi-Reinigers hat eine zähflüssige Konsistenz und haftet an Fensterrahmen, Abzugshauben, Fliesen, ..."

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