Volvo FMX 100.000 Kilometer im Praxiseinsatz

Auch nach 100.000 Kilometer läuft der Volvo FMX problemlos
© Foto: Scheuermann

Mittlerweile lief der Volvo FMX bei Scheuermann 100.000 Kilometer im Steinbruch-Alltag - bisher ohne Tadel.


Datum:
04.04.2013
Autor:
Gregor Soller

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Die Firma Scheuermann Natursteine im unterfränkischen Kleinrinderfeld gehörte zu den ersten Kunden des Volvo FMX - der TRUCKER berichtete in der Märzausgabe 2011.

Dass die Göteborger ihren neuen LKW dort unterbringen konnten, hatten sie ihren Baumaschinenkollegen von Volvo Construction Equipment in Eskilstuna zu verdanken. Die hatten dem steinverarbeitenden Betrieb einen Dumper verkauft, der sich einige Antriebskomponenten mit dem FMX teilt. Ein ähnliches Konzept verfolgte einst Sisu, als man die CAT-motorisierten LKW an Betriebe verkaufen wollte, die bereits Caterpillar-Baumaschinen nutzten.

SCHEUERMANN KENNT BEIM LADEN KEINE GNADE

Beim Volvo FMX der Firma Scheuermann wird der 4,8 Meter lange Meiller-"Gesteinskipper" mit den Hardox-Wänden der Qualität VS-100 auch wirklich als solcher genutzt: Immer wieder lassen die Radlader- und Staplerfahrer im Steinbruch tonnenschwere Steinquader auf die Ladefläche rutschen, respektive knallen, was die nach Meinung des Juniorchefs Philipp Scheuermann auch "abkönnen" muss. Mittlerweile zeugen zahlreiche Abschürfungen und kleine Dellen vom harten Arbeitsalltag des Schweden, wobei sich die kleinen Beulen an der Außenseite Meiller teils selbst zuschreiben muss: "Beim Beladen mit dem Radlader oder Gabelstapler hat es die geöffnete Bordwand gegen die soliden Alukotflügel gedrückt, was unschöne Dellen verursachte", erklärt Scheuermann deren Herkunft.

Zudem sei die abklappbare seitliche Bordwand links teils etwas schwergängig, wenn die hintere Eckrunge oben stehenbleibt. Dafür gibt es absolut keine Probleme mit der Stabilität. Entsprechend ist Scheuermann mit der robusten Ausführung des Aufbaus zufrieden, wozu auch die gute Beratung des Meiller-Vertreters Peter Eichner beiträgt: "Mit der Betreuung durch Herrn Kilian von Volvo und Herrn Eichner von Meiller sind wir sehr zufrieden", gibt der Unterfranke zu Protokoll.

Das gilt auch für das Fahrgestell: Mit rund 39 Liter/100 Kilometer Durchschnittsverbrauch, der sich je zur Hälfte aus sparsameren Werksverkehren einerseits und verbrauchsintensiven Steinbruchfahrten andererseits zusammensetzt, ist der 460 PS starke Volvo wesentlich sparsamer als sein Vorgänger, der einst noch locker die 40-Liter-Marke riss.

"Der Verbrauch ist gering, bezogen auf den Einsatz. Gleichzeitig ist die Leistung des Motors zufriedenstellend." Um letztere Aussage etwas zu relativieren, muss man wissen, dass Scheuermann mit dem 460er-FMX internes "Downsizing" betrieb. Zuvor tendierte der Steinunternehmer aufgrund der vielen schweren Einsätze eher zu Achtzylindern anderer Hersteller, die in der Folge entsprechend durstiger waren.E

EINZIGER MANGEL: EIN HERAUSHÄNGENDES KABEL

Bislang wurden außer den Verschleiß- und Wartungsteilen keine weiteren Ersatz- oder Tauschteile benötigt. Diese sprichwörtliche Zuverlässigkeit ließ sich der Schwede im wahrsten Sinne des Wortes heraushängen: Lediglich ein unsauber verlegtes Kabel, das aber keinen Defekt auslöste, ragte irgendwann unterm Stoßfänger hervor.

Der gesunkene Verbrauch, die bislang hohe Zuverlässigkeit und die solide Verarbeitung samt dem gut funktionierenden Service sorgen dafür, dass Scheuermann mit der Fahrzeugkombination zufrieden ist und sie entsprechend konfiguriert wieder bestellen würde. Das wird so jedoch nicht eintreten, denn die erste FMX-Reihe dürfte nicht allzu alt werden: Auf der nächsten Bauma präsentieren die Schweden dann bereits die nächste Generation.

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