Immer in Bewegung bleiben!

Bewegung im Alltag hält fit
© Foto: picture alliance/dpa/Frank Röder

Es muss nicht gleich die "Mucki-Bude" sein: Wer möglichst viel Bewegung in seinen Alltag einbaut, legt damit den Grundstein für körperliche Fitness.


Datum:
17.01.2015
Autor:
Sabine Köstler

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Wären Sie gerne ein wenig fitter? Haben aber wenig Freizeit oder einen zu dominanten "inneren Schweinehund", der Sie lieber in Richtung Couch als ins Fitness-Studio zieht? Das sollte Sie nicht frustrieren. Fit sein heißt ja nicht, dass man täglich stundenlang Sport treiben muss. Der Körper muss nicht vor Muskeln strotzen. Er soll gesund und leistungsfähig sein, ohne Einschränkungen funktionieren - und zwar möglichst lange.

Um das zu bewerkstelligen, braucht es zum Einen eine ausgewogene, vollwertige Ernährung und zum Anderen genug Bewegung. Nur dadurch bleiben Kraft, Ausdauer und Beweglichkeit der Gelenke, Muskeln und Bänder erhalten.

Aber jeder kennt das: Unlust, Frust, Erschöpfung oder Zeitmangel sind oft die Begründung dafür, sich gar nicht oder nur minimal zu bewegen - zum Beispiel vom LKW-Sitz zum PKW-Sitz zum Esstisch und weiter aufs Sofa. Dabei wäre zum Beispiel ein zügiger Spaziergang an der frischen Luft das absolut richtige Kontrastprogramm nach einem stressigen Tag. Das Gehen löst Verspannungen, die verkrampfte Muskulatur wird gedehnt und gelockert, Organe und Gehirn mit reichlich Sauerstoff versorgt, die Gedanken lösen sich vom Tagesgeschehen, der Geist beruhigt und entspannt sich.

VIELEN IST DER NATÜRLICHE BEWEGUNGS-DRANG ABHANDEN GEKOMMEN

Laufen, gehen, strecken, dehnen, springen, beugen oder drehen sind Bewegungen, für die unser Körper gemacht ist. Kinder haben einen natürlichen Bewegungsdrang, wir Erwachsene sind daran gewöhnt, "stillzuhalten" und rosten mit der Zeit ein, wenn wir nicht gegensteuern. Bewegen Sie sich so oft und wo Sie können! Gut wäre, rund 30 Minuten moderate Bewegung pro Tag zu erreichen. Wenn Sie dazu folgende Grundregeln berücksichtigen, haben Sie einen soliden Grundstein für Ihre Gesundheit gelegt:

  • Frisches Essen gegenüber Fast Food / Fertigprodukten bevorzugen.
  • Viel trinken, täglich mindestens 1,5 bis 2,0 Liter Wasser, ungesüßte Schorlen, Tees.. Nicht rauchen.
  • Freunde treffen, Zeit für die Familie nehmen.
  • Auszeiten einplanen, entspannen.

Wir haben viele Tipps zusammengestellt, die mehr Bewegung in Ihren Alltag bringen. Auch wenn jemand anderes vielleicht den Kopf schütteln mag, weil sie neuerdings beim Zähneputzen auf einem Bein stehen: Scheren Sie sich nicht drum - es geht um Ihre Gesundheit.

Jede Treppe nutzen
Lassen Sie jeden Fahrstuhl links liegen, wenn Sie nichts Schweres zu tragen haben. Lift ist tabu! Auf Rolltreppen und -bändern ebenfalls nicht stehenbleiben, sondern gehen.

Schritte sammeln
In jeder Arbeitspause: Drehen Sie ein, zwei Runden - um den LKW, um den Rasthof, um den Parkplatz oder das Speditionsgelände.

Einmal am Tag eine Viertelstunde spazieren gehen, nach einer Woche auf 20 Minuten erhöhen, nach zwei Wochen auf 25, nach drei Wochen auf 30 Minuten. Auf jeden Fall an jedem freien Tag ein längerer Spaziergang. Schnappen Sie sich Ihre Frau, den Hund, die Kinder: raus an die frische Luft, möglichst jeden Tag.

Ärgern Sie sich niemals, wenn Sie irgendwo etwas vergessen haben: Gehen Sie einfach zurück. Melden Sie sich freiwillig, um etwas aus dem Keller oder aus der Garage zu holen, Brötchen einzukaufen oder den Müll wegzubringen. Jeder Schritt bringt Sie voran!

Während des Telefonierens
Aussteigen, um den LKW spazieren. Zuhause: In den Zimmern wandern, Ausfallschritte machen, sich um die eigene Achse drehen, rückwärts gehen - alles, nur nicht sitzen.

Auto waschen
Selbst ist der Mann: Bevorzugen Sie die Selbstwaschanlage (wo's erlaubt ist) und sparen Sie sich das Geld für die Waschstraße.

Geschickt parken
Es muss nicht unbedingt der dem Eingang nächstgelegene Parkplatz sein - nehmen Sie den, der am grünsten, am ruhigsten und am weitesten weg vom Rasthof / Baumarkt / Supermarkt ist.

Stehplätze nutzen
Nehmen Sie grundsätzlich jeden Kaffee in jedem Rasthof im Stehen ein. So wenig wie möglich sitzen. Außer wenn es sein muss.

Im Stau: Muskeln entspannen

  • Pressen Sie das Lenkrad mit beiden Händen, spannen Sie die Oberarme an. 20 Sekunden. Entspannen, wiederholen.
  • Pressen Sie die Pobacken zusammen, 20 Sekunden halten, entspannen, wiederholen.
  • Ferse nach oben, die Fußballen in den Boden drücken, einige Zeit halten. Dann die Fußballen nach oben, die Fersen in den Boden drücken. Mehrere Male wiederholen.
  • Abwechselnd die Schultern kreisen lassen. Erst von vorne nach hinten, dann umgekehrt.

Das Fahrrad nehmen
Wann immer möglich, benutzen Sie das Fahrrad. Zur Arbeit, zum Einkaufen, zum Baumarkt. Fahrradfahren ist perfekt für die Muskeln, die Kondition, das Gleichgewicht, die Koordination. Über den Winter wäre ein Hometrainer super - damit können Sie vor dem Fernseher "fahren" und sich ganz nebenbei überflüssige Pfunde abstrampeln.

Bügelwäsche holen
Bügeln Sie Ihre Sachen selbst? Stellen Sie den Wäschekorb in ein anderes Zimmer und holen Sie Stück für Stück. Wenn Ihre Frau bügelt, bringen Sie ihr die Wäsche nacheinander.

Akrobatik beim Anziehen
Können Sie im Sitzen (Boden, Bett) bei gestreckten Beinen Ihre Socken anziehen? Tun Sie's ab jetzt jeden Tag.

Gleichgewicht schulen
Stehen Sie beim Zähneputzen abwechselnd auf nur einem Bein. Oder wippen Sie mit beiden Füßen vor und zurück. Machen Sie Kniebeugen, während Sie schrubben.

Beim Fernsehen dehnen
Nutzen Sie künftig jede Werbepause: . Gerade hinsetzen, Handflächen vor der Brust zusammenlegen, 20 Sekunden pressen, entspannen. Nach Belieben wiederholen.

  • Gerade hinsetzen, Blick nach vorne, Arme über den Kopf, Finger verschränken, Handinnenflächen nach oben und Hände in Richtung Decke ziehen. 20 Sekunden halten, entspannen. Nach Belieben wiederholen.
  • Mit dem Rücken an eine Wand stellen. Füße schulterbreit auseinander. Langsam in die Hocke gehen (Oberschenkel 90° zur Wand), ausatmen. Drei Minuten lang so verbleiben.
  • Gerade hinsetzen. Mit überkreuzten Händen die Knie nach außen drücken, mit Kraft dagegenhalten. 20 Sekunden pressen, entspannen.

Einfach mal spielen
Haben Sie kleinere Kinder? Dann bringen Sie Ihnen die alten Spiele bei: Fangen, Verstecken, Räuber und Gendarm - Spaß und Kalorienverbrauch sind garantiert. Oder verabreden Sie sich mit Freunden oder Kollegen zum Kegeln, Boule spielen oder "Karteln", Letzteres geht auch am Autohof.

Für Entspannung sorgen
Duschen Sie bewusst. Genießen Sie das warme Wasser, den Duft des Shampoos. Nehmen Sie sich Zeit. Das entspannt. Belohnen Sie sich: Nach einem langen Spaziergang sind 30 Minuten dösen auf dem Sofa eine Wohltat. Und wohl verdient! SK

HASHTAG


#Gesundheit

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