24 Stunden stehen: Entgelt fällig

Eine Klausel, nach der man 24 Stunden zur Be- und Entladung standgeldfrei stehen muss, ist unwirksam
© Foto: picture-alliance/dpa/Karl-Heinz Hick

Wenn ein Frachtführer einen Tag warten muss, hat er Anspruch auf Standgeld - auch wenn im Frachtvertrag etwas anderes steht.


Datum:
08.10.2014
Autor:
Redaktion TRUCKER

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Eine Klausel in einem Frachtvertrag, nach der "24 Stunden zur Be- und Entladung standgeldfrei" als Allgemeine Bedingung aufgeführt sind, ist gegenüber dem Frachtführer unangemessen und damit unwirksam, so das Amtsgericht Mannheim. Dem Frachtführer werde damit prinzipiell sein Entgeltanspruch für 24 Stunden versagt, ohne dass geklärt sei, wer Schuld an der Verzögerung trage. Eine Wartezeit von einem Tag gehe weit über das Übliche und Angemessene hinaus. Ein Frachtführer müsse lediglich zwischen zwei und vier Stunden Be- und Entladezeit an der Laderampe standgeldfrei akzeptieren.

Amtgericht Mannheim, Urteil vom 5.6.2013, Aktenzeichen: 10 C 65/13

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