BAG warnt vor Schulungsstau

Für viele Unternehmen noch immer ein Fremdwort: Berufskraftfahrer-Qualifizierung.

Der Großteil der deutschen Transportunternehmer hat sich noch nicht mit dem BKrFQG beschäftigt.


Datum:
12.01.2011
Autor:
Redaktion TRUCKER

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Der Großteil der deutschen Transportunternehmer hat sich noch nicht mit Berufskraffahrer-Qualifikationsgesetz BKrFQG beschäftigt. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie des Bundesamts für Güterverkehr BAG und warnt vor einem "Schulungsstau" ab 2012. Laut BAG zeigen sich deutliche Unterschiede bei der Fahrer-Weiterbildung in Abhängigkeit von der Unternehmensgröße. Nach Einschätzungen der Marktbeobachter haben bislang vor allem größere und mittelständische Unternehmen mit den Weiterbildungsschulungen für ihre Fahrer begonnen. Viele kleine Unternehmen - vor allem Einzelfahrer und solche, die mit wenigen Fahrzeugen als Subunternehmer tätig sind - haben hingegen bislang keine Schulungstermine festgelegt und sich teilweise noch nicht einmal mit den Anforderungen und Fristen der neuen gesetzlichen Vorgaben befasst.

Eine abwartende Haltung nehmen auch Unternehmen ein, die Fahrzeuge mit einem zulässigen Gesamtgewicht von unter zwölf Tonnen einsetzen. Da diese Transporteure keine mautpflichtigen Fahrzeuge verwenden, können sie keine Fördermittel im Zuge des Förderprogramms „Aus- und Weiterbildung" für ihre Fahrer beantragen.

Obwohl grundsätzlich die Fahrer für die Weiterbildung selbst verantwortlich sind, bezahlen nach Kenntnis des BAG die meisten Unternehmen, die bisher für fhre Fahrer Schulungen im Sinne des BKrFQG organisiert haben, die Weiterbildungskurse. Grund hierfür sei meist die Absicht, die Fahrer an das Unternehmen zu binden. Die Betriebe beantragen dazu Fördermittel im Rahmen des vom BAG betreuten Förderprogramms „Aus- und Weiterbildung". In einigen Fällen tragen die Fahrer laut Studie zwar die restlichen Kosten, dass jedoch der komplette Preis für die Weiterbildung alleine vom Fahrer finanziert werden muss, sei die Ausbnahme. Vorwiegend kleine Transportunternehmen seien sich unsicher, ob sie die Kosten der Weiterbildung für ihre Fahrer übernehmen werden.

Obwohl viele Unternehmen noch nicht mit den Seminaren begonnen haben, scheint die finanzielle Unterstützung aus dem staatlichen Förderprogramm bei einigen Unternehmen die Umsetzung zu beschleunigen. Die vergleichsweise hohe Förderquote von 70 Prozent für kleine und mittlere Unternehmen sowie 60 Prozent für die übrigen Betriebe regt laut BAG-Erkenntnissen dazu an, das Programm zu nutzen und Schulungen durchzuführen. Das gelte zumindest für die Unternehmen, die bisher ihre Fahrer nicht regelmäßig fortgebildet haben. (vr)

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