In schnellen Schritten baut DAF sein Portfolio bei den batterieelektrischen Lastwagen aus. Nachdem die Niederländer erst vor wenigen Tagen die Ausweitung ihrer Elektroplattform auf die Schwermodelle mit den großen XG und XG+-Fahrerhäusern bekannt gaben, legt der Hersteller nun auch noch achsseitig nach. Neu ins Programm kommen erstens die FTG- beziehungsweise FTN-Varianten.
Hinter der Bezeichnung stecken dreiachsige Sattelzugmaschinen, die wahlweise mit einer gelenkten oder starr ausgeführten Vorlaufachse (FTG) oder einer gelenkten Nachlaufachse (FTN) ausgerüstet sind. Für beide Konfigurationen sieht DAF vorrangig nutzlastintensive Verteilerverkehre, bei denen die zulässigen Achslasen bei einer herkömmlichen Zweiachszugmaschine schnell überlastet werden würden.
Wahlweise als Nachlaufachse oder angetrieben
Für hohe Punktlasten, die beispielsweise bei Kippern oder Abroll-Fahrzeugen vorkommen, findet zudem der FAS-Electric ins Programm. Hier schafft eine zusätzliche und doppelt bereifte Nachlaufachse hinter dem Antriebsaggregat entsprechende Reserven.
Wer darüber hinaus noch zusätzliche Traktion benötigt, erhält diese Achse zusätzlich auch angetrieben, wofür die Varianten FAT und FAW Electric stehen. Auf diese Weise kann DAF dann sowohl dreiachsige 6x4-Fahrgestelle, als auch Vierachser mit zwei angetriebenen Achsen darstellen. Hier handelt es sich dann allerdings um einen Vierachser mit drei Achsen hinten (Antriebstandem plus gelenkte Nachlaufachse).
Der klassische 8x4 mit zwei Achen vorne und hinten, ist bei einem Elektro-Lkw nämlich nur schwer darstellbar, weil durch den kurzen Radstand kaum Platz für die nötigen Batterien bleibt.