Dieselpreise steigen im Juli deutlich an
Die Kraftstoffpreise in Deutschland haben im Juli kräftig zugelegt. Besonders stark fiel der Anstieg bei Dieselkraftstoff aus. Nach Angaben des ADAC verteuerte sich Diesel innerhalb weniger Wochen erheblich und erreichte zum Monatsende den höchsten Stand seit mehreren Monaten.
Auch Benzin der Sorte Super E10 zog im Monatsverlauf deutlich an, blieb beim Preisanstieg jedoch hinter Diesel zurück.
Diesel verteuert sich besonders stark
Während ein Liter Diesel Anfang Juli noch unter der Marke von zwei Euro lag, mussten Autofahrer und Unternehmen Ende des Monats deutlich mehr bezahlen. Damit verzeichnete Dieselkraftstoff im Juli einen wesentlich stärkeren Anstieg als Superbenzin.
Im Monatsdurchschnitt lag Diesel zwar noch unter den Rekordwerten des Frühjahrs, die Dynamik der Preisentwicklung sorgte jedoch erneut für Belastungen bei privaten und gewerblichen Verbrauchern.
Auch Benzin wird spürbar teurer
Super E10 legte im Juli ebenfalls deutlich zu. Im Monatsmittel bewegte sich der Preis nur knapp unter dem bisherigen Höchststand, der im Frühjahr erreicht worden war.
Die Entwicklung zeigt, dass die Unsicherheiten auf den internationalen Energiemärkten weiterhin direkten Einfluss auf die Kraftstoffkosten in Deutschland haben.
Ölpreis erklärt Anstieg nur teilweise
Als Hauptursache gelten die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten und deren Auswirkungen auf die Energiemärkte. Zwischenzeitlich stieg der Rohölpreis auf ein Niveau von mehr als 100 US-Dollar pro Barrel.
Allerdings verweist der ADAC darauf, dass die Kraftstoffpreise auch dann hoch blieben, als die Rohölnotierungen gegen Monatsende wieder deutlich nachgaben. Aus Sicht des Automobilclubs lässt sich die Entwicklung daher nicht vollständig durch den Ölpreis erklären.
ADAC fordert Überprüfung des Marktes
Der Mobilitätsclub fordert eine nähere Untersuchung der Preisentwicklung. Insbesondere die Preisgestaltung entlang der Lieferkette soll aus Sicht des ADAC genauer betrachtet werden.
Dabei geht es vor allem um die Entwicklung der Raffinerie- und Großhandelspreise sowie die Frage, warum sinkende Ölpreise nicht unmittelbar an die Verbraucher weitergegeben wurden.
Kraftstoffkosten bleiben Belastung
Die Entwicklung trifft Haushalte und Unternehmen gleichermaßen. Insbesondere Branchen mit hohem Kraftstoffverbrauch spüren die gestiegenen Preise unmittelbar.
Dazu zählen unter anderem:
- Speditionen,
- Kurier- und Paketdienste,
- Handwerksbetriebe,
- sowie Unternehmen mit größeren Fahrzeugflotten.