Lastwagen im Wüstensand: Das war die Rallye Dakar 2026

26.01.2026 14:22 Uhr | Lesezeit: 1 min
Die Dakar-Rallye führte über insgesamt 8000 Kilometer in 13 Etappen durch Saudi-Arabien
© Foto: A.S.O./A.Vincent/DPPI

8000 Kilometer über härteste Felsen, miese Pisten und durch weichen Wüstensand. Auch die 48. Ausgabe der Dakar-Rallye verlangte Mensch und Material wieder alles ab. Am Ende entschied mit Vaidotas Zala aus Litauen ein Newcomer die Lkw-Wertung für sich.

Am Ende führte in der Truck-Wertung der diesjährigen Dakar kein Weg an Vaidotas Zala vorbei. Das allerdings hätte im Vorfeld kaum jemand vermutet, denn der Litauer galt eher als Außenseiter. Fast jeder rechnete fest mit einem erneuten Sieg von Martin Macik, der schließlich die Truck-Wertung der letzten beiden Jahre souverän gewann. Zu Beginn der zweiwöchigen Rallye, die anders als ihr Name vermuten lässt, längst nicht mehr in Afrika stattfindet, sondern im Wüstensand von Saudi-Arabien, lief für Macik und sein Team auch noch alles nach Plan.

Auf der neunten Etappe kollidierte der Tscheche dann aber mit einem Baum, was erstens die Windschutzscheibe seines Iveco Torpedo zerstörte, vor allem aber zu einem Luftverlust am Antriebsstrang führte. Die Reparatur auf der Strecke kostete dem Team knapp vier Stunden, womit sich alle Hoffnungen auf einen erneuten Gesamtsieg buchstäblich in Luft auflösten.


Impressionen von der Dakar-Rallye 2026

Der Iveco Torpedo Hauber von Dakar-Sieger Zala pflügt durch die Wüste. Zwei Räder haben die Bodenhaftung verloren Bildergalerie

Ab der Hälfte der Rallye kam Vaidotas Zala immer besser in Fahrt

Einen weiteren Favoriten erwischte es nur einen Tag später, als der Iveco-Hauber des Niederländers Mitchel van den Brink mit defekter Antriebswelle ausrollen musste.

Rückschläge hatte während der Rallye auch der Gewinner Vaidotas Zala hinnehmen müssen. Auf der dritten Etappe bekam er Probleme mit der Servo-Lenkung und fiel dadurch auf den fünften Rang in der Gesamtwertung zurück. Danach aber lief es für den 38-Jährigen immer besser, der in diesem Jahr zum ersten Mal überhaupt in der Lkw-Wertung der Dakar startete.

Der 8,5 Tonnen schwere Iveco Powerstar und sein auf knapp 1000 PS aufgebohrter Cursor-13-Sechszylinder funktionierten wie ein Uhrwerk. Und so konnte Vaidotas Zala nach knapp 8000 Gesamtkilometern einen Triumph feiern, den er im Vorfeld selbst nicht für möglich erachtet hatte. Womit er über 48 Dakar-Ausgaben übrigens der erste Litauer ist, der die legendäre Rallye für sich entscheiden konnte.  

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