MAN hat 2019 mehr Lkw und Busse verkauft

Aktuell hat MAN Kurzarbeit für viele Beschäftigte beantragt
© Foto: MAN Truck & Bus

Der Nutzfahrzeug-Hersteller konnte im vergangenen Jahr vor allem von vielen Vorjahresbestellungen profitieren. Für 2020 will das Unternehmen keine Prognose abgeben.


Datum:
24.03.2020
Autor:
Katharina Spirkl
Lesezeit: 
2 min

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Der Fahrzeugbauer MAN hat seinen Geschäftsbericht für das Jahr 2019 veröffentlicht. Wie das Unternehmen mitteilte, stieg der Absatz von Lkw, Bussen und Transportern um fast fünf Prozent. Das lag aber auch an dem guten Auftragseingang aus dem Jahr 2018. 2019 kamen um vier Prozent weniger neue Aufträge rein als im Vorjahr. Mit 39.737 Mitarbeitern beschäftigte MAN laut aktueller Zahlen 3,4 Prozent mehr Mitarbeiter als 2018 (38.430). Auch der Konzernumsatz ist demnach um fast fünf Prozent auf rund 13 Milliarden Euro gestiegen. Die operative Rendite hat sich auf 2,9 Prozent erhöht. Damit liege der Fahrzeugbauer allerdings unter seinen langfristigen Zielen. 

Elektrisch in die Zukunft

MAN Truck & Bus konzentrierte sich Konzernangaben zufolge 2019 intensiv auf die Entwicklung elektrischer Antriebsstränge bei Verteiler-Lkw und bei Stadtbussen. So wurde der Testbetrieb mit dem elektrisch angetriebenen Verteiler-Lkw MAN ETGM im täglichen Logistikeinsatz fortgesetzt, zum Beispiel werden in der Werkslogistik bei Porsche Erprobungsfahrten im Alltagseinsatz durchgeführt. Im Jahr 2020 wird eine Kleinserie voll elektrischer Lkw produziert. Außerdem ist MAN Truck & Bus – gemeinsam mit Volkswagen – Partner in einem Pilotprojekt in Hamburg zur Zweitverwendung von Batterien. Dabei wurden 50 gebrauchte Fahrzeugbatterien zu einem Großspeicher zusammengeschlossen, der die täglichen Ladevorgänge unterstützt. Ziel ist es, ineffiziente Leistungsspitzen beim Strombedarf zu vermeiden, wie sie durchs gleichzeitige Laden mehrerer Elektrobusse entstehen.

Keine Jahresprognose für 2020

Eine Prognose für das Jahr 2020 abgeben will das Unternehmen angesichts der Corona-Krise nicht. Anfang Februar hatte der MAN-Vorstand noch einen Prognosebericht aufgestellt, bei dem das Umsatzniveau geringfügig über dem Vorjahresniveau liegen sollte. Doch damals waren die Ausmaße der Corona-Pandemie noch nicht greifbar. „Eine gesicherte Abschätzung über den Verlauf der Geschäftsentwicklung für das laufende Jahr ist derzeit nicht möglich. Wir nutzen alle verfügbaren Maßnahmen, um unseren Mitarbeitern und ihren Familien zu helfen und unser Geschäft zu stabilisieren“, sagte Joachim Drees, Vorsitzender des Vorstands der MAN SE.

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