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Nationale H2-Strategie: Aus diesen Ländern könnte Deutschland importieren

31.07.2023 15:19 Uhr | Lesezeit: 4 min
Grüner Wasserstoff Symbol im Wald
Deutschland könnte grünen Wasserstoff aus mehreren Ländern importieren
© Foto: Khaosai Wongnatthakan/ Getty Images

In den nachfolgenden sieben Regionen der Welt sieht Eternal Power besonders großes Potenzial, Wasserstoff aus erneuerbaren Energien kostengünstig zu produzieren und rentabel nach Deutschland zu importieren.

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Fast 80 Prozent des benötigten grünen Wasserstoffs muss Deutschland laut Schätzungen von Eternal Power künftig importieren. Der klimaneutrale Energieträger hat das Potenzial, die geopolitischen Verhältnisse weltweit neu zu sortieren. Für Deutschland ergeben sich Chancen, die Energiebeschaffung zu diversifizieren und damit unabhängiger von einzelnen Partnern zu werden. Als integrierter Hersteller von grünem Wasserstoff hat sich Eternal Power auf internationale Großprojekte spezialisiert und weiß, worauf es bei der Wahl der Partnerländer ankommt. In den nachfolgenden sieben Regionen der Welt sieht das Unternehmen besonders großes Potenzial, Wasserstoff aus erneuerbaren Energien kostengünstig zu produzieren und rentabel nach Deutschland zu importieren.

Neben großem Potenzial für die günstige Produktion von Solar- und Windenergie, bietet das größte südamerikanische Land noch eine weitere Quelle für ein Wasserstoff-Derivat aus nachhaltigen Ressourcen: Zucker. Denn Brasilien gehört zu den größten Produzenten von Bioethanol, das aus dem Zuckerrohr hergestellt wird. Das bei dem Fermentierungsprozess abfallende CO2 kann zusammen mit Wasserstoff wiederum für die Produktion von Methanol verwendet werden. Hinzu kommt, dass in Brasilien bereits große Mengen erneuerbarer Energien produziert werden. "Brasilien wird in Zukunft einen großen Angebotsüberschuss an erneuerbaren Energien haben und erfüllt damit eine der wichtigsten Voraussetzungen, um als Exportland für grünen Wasserstoff infrage zu kommen", erläutert Robert Meitz, Mitgründer von Eternal Power. "Dass wir dort bereits auf bestehende Produktionen wie der Ethanol-Industrie aufbauen können, macht das Land besonders attraktiv als Partner." Zusammen mit Kooperationspartnern vor Ort haben Meitz und das Team von Eternal Power in Brasilien ein Joint Venture gegründet, um die Produktion von grünem Wasserstoff voranzutreiben.

Großes Exportpotenzial und ideale Bedingungen für die kostengünstige Produktion von grünem Wasserstoff bieten auch die Vereinigten ArabischenEmirate (VAE). Für Investoren und den schnellen Hochlauf lokaler Projekte spielt die politische Unterstützung eine wichtige Rolle. Um bestehende Beziehungen zu vertiefen, gründete das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) in Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Energie und Infrastruktur der Vereinigten Arabischen Emirate im letzten Jahr die Emirati-German Hydrogen Task Force. Die Arbeitsgruppe soll Experten aus Industrie, Wissenschaft und Politik vernetzen und Empfehlungen für die beiden Ministerien hinsichtlich der deutsch-emiratischen Energiepartnerschaft erarbeiten. Mit ihrer langjährigen Erfahrung im Bereich der erneuerbaren Energien sind die Experten von Eternal Power auf Einladung des BMWK ebenfalls der Task Force beigetreten. "Neben den VAE ist der gesamte mittlere Osten eine aussichtsreiche Region, aus der wir in naher Zukunft grünen Wasserstoff beziehen werden", weiß Moritz Schwencke. "Wir können auf lange gewachsenen Energiepartnerschaften aufbauen. Der politische Rückenwind sowohl aus Deutschland als auch den Partner-Ländern erleichtert die Finanzierung."

Obwohl die Türkei erst vor einem Jahr das Pariser Klimaabkommen anerkannte, gewinnt das Land am Bosporus bereits rund 50 Prozent seines Stroms aus erneuerbaren Energien. Vor allem Wasserkraftwerken kommt dabei eine zentrale Rolle zu. Experten sehen in dem Ausbau von Wind-, Solar- und Wasserkraft in der Türkei ein enormes Potenzial. Insbesondere, weil das Land selbst unabhängiger werden will von Energieimporten. Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck und der türkische Energieminister Fatih Dönmez unterzeichneten im Herbst 2022 eine gemeinsame Absichtserklärung zur Kooperation bei grünem Wasserstoff. "Deutschland ist nach wie vor der wichtigste Handelspartner der Türkei, trotz der politischen Spannungen der letzten Jahre. Vom Handel mit grünem Wasserstoff profitieren in Zukunft nicht nur politisch beide Seiten, sondern auch gesellschaftlich und ökonomisch. Die Folgen des Klimawandels waren in der Türkei zuletzt sehr stark spürbar", sagt Robert Meitz.

Eine relativ geringe Bevölkerungsdichte und große, geeignete Flächen für Wind- und Solaranlagen machen Namibia zum aussichtsreichen Energie-Partner für deutsche Unternehmen. Bereits bis 2025 will das Land grünen Wasserstoff nach Deutschland liefern. Dafür muss allerdings laut Wasserstoffexperte Schwencke noch einiges geschehen: "Namibia verfügt noch nicht über ausreichende Infrastruktur und Produktionsanalagen. Doch die Bereitschaft, in die Zukunft zu investieren, ist auf allen Seiten riesig, wie wir aus Sondierungsgesprächen wissen." Für das afrikanische Land stecken in dem Paradigmenwechsel große Chancen für die Zukunft. "Das Ende der Abhängigkeit fossiler Brennstoffe markiert den Beginn einer neuen Weltordnung. Erneuerbare Energien haben das Potenzial, die Wirtschaft all jener Länder anzukurbeln, die bislang nicht vom wachsenden Wohlstand profitiert haben", so Schwencke.

Das rasante Wirtschaftswachstum der vergangenen Jahre verringerte in Vietnam die Armut deutlich, allerdings nicht ohne Folgen: Vietnam gehört laut Global Climate Risk Index zu den zwanzig am stärksten vom Klimawandel betroffenen Ländern. Die Wende hin zur grünen Wirtschaft hat für das Land deshalb einen hohen Stellenwert. Erste Kooperationen zwischen deutschen und vietnamesischen Unternehmen für Produktionsanlagen von grünem Wasserstoff haben in diesem Jahr den Energiedialog mit dem Land im südchinesischen Meer eingeläutet. "Vietnam könnte sich zu einem der führenden Exporteure für grünen Wasserstoff und seine Derivate in Asien entwickeln. Denn: Die Produktionskosten für erneuerbare Energien - ein Hauptkostentreiber für den Preis von grünem Wasserstoff - sind hier relativ gering", erklärt Moritz Schwencke. Auch das Team von Eternal Power ist bereits in Vietnam aktiv, um Partnerschaften zu schließen und geeignete Produktionsflächen zu identifizieren.

Die Erschließung neuer Wirtschaftszweige mit grünem Wasserstoff ist auch für die europäischen Partner eine Chance. Neben den skandinavischen Ländern, wo bereits große Off-Shore-Windparks wie in Norwegen in Planung sind, bieten auch die iberische Halbinsel und Griechenland Potenzial. Spanien will mithilfe von grünem Wasserstoff nicht nur selbst unabhängiger in seinen Energieimporten werden, sondern in die Nachbarländer exportieren. Ein Kostenvorteil kann durch den Transport entstehen: Grüner Wasserstoff aus Spanien oder Norwegen könnte auf dem Landweg über Pipelines in das europäische Netz gespeist werden, statt über den teureren Seeweg. Für Meitz ist grüner Wasserstoff eine der zentralen Säulen für die Zukunft: "Die Vielzahl der potentiellen Energie-Partner im Bereich grüner Wasserstoff wird die Welt nachhaltig verändern. Nicht nur, weil der Energieträger einer der wichtigsten Faktoren beim Kampf gegen Klimawandel ist. Er eröffnet uns die Chance auf diversifiziertere Partnerschaften und wirtschaftliches Wachstum weltweit."

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